Ivica Vastic kickt bald wieder ganz oben: Der LASK steht kurz vor Red Zac-Meistertitel!

Schwanenstadt schafft nur Remis, Admira siegt

LASK Linz kann bereits am kommenden Freitag den Aufstieg in die T-Mobile Fußball-Bundesliga fixieren. Der überlegene Tabellenführer feierte in der 29. Runde einen verdienten 3:1-(1:0)-Heimsieg über Parndorf und baute damit den Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Schwanenstadt, der beim Abstiegskandidaten Kapfenberg nicht über ein torloses Remis hinauskam, vier Runden vor Schluss auf zehn Punkte aus.

Die ersten beiden Tore für die Hausherren erzielte Mario Mijatovic, wobei sein erster Treffer in der fünften Minute überaus umstritten war: Nach einem kurz abgespielten Freistoß von Vastic traf der 26-jährige Kroate aus knapp 25 Metern ins Tor, wobei Ehmann zum Zeitpunkt des Schusses im Abseits stand und Parndorf-Schlussmann Markl die Sicht
verstellte. Sein zweites Tor war dann aber nicht nur schön herausgespielt, sondern auch regulär: Nach Vastic-Vorarbeit wurde der im Strafraum lauernde Mijatovic von Hota ideal bedient und jagte den Ball in die Maschen (66.).

Der schönste Treffer des Tages ging jedoch auf das Konto von Parndorf-Mittelfeldspieler Marcelo: Der Brasilianer traf mit einem "Bogen-Weitschuss" aus gut 20 Metern exakt ins Kreuzeck (72.). Den Schlusspunkt setzte aber LASK-Torjäger Ivo Vastic, der in der Nachspielzeit nach Konter mit seinem bereits 19. Saisontor den Endstand zum 3:1 besorgte (93.). Der Sieg der Linzer hätte sogar noch höher ausfallen können, so waren etwa knapp vor dem Wechsel Klein (41.) sowie Vastic (45.) an der Latte gescheitert und dem LASK nach Foul an Letzterem auch ein Elfer vorenthalten worden (43.). Für die Burgenländer ging mit der Niederlage eine kleine Auswärtsserie zu Ende, hatten sie doch zuvor in der Fremde dreimal en suite (2 Siege, 1 Remis) nicht verloren.

Admira schlug "Lieblingsgegner" Hartberg
Nach zwölf sieglosen Runden (je sechs Remis und Niederlagen) feierten die Admiraner mit dem hochverdienten 3:0 gegen Hartberg wieder einmal einen vollen Erfolg und übergeben die "Rote Laterne" an die Steirer. Der Oberhaus-Absteiger hatte gegen den Aufsteiger auch die beiden vorangegangenen Spiele gewonnen und mit dem 2:1 in Hartberg ihren letzten Sieg errungen. Für die Gäste war es bereits die elfte Auswärtsniederlage.

Der junge Mathias Lindner war der Mann des Spiels. Zum ersten Mal von Beginn an dabei, erzielte der Stürmer alle drei Tore. Beim 1:0 in der 9. Minute war er nach einer Hereingabe von Horvath (Zach verfehlte den Ball mit dem Kopf) alleinstehend und ins rechte Eck treffend erfolgreich. Beim 2:0 in der 29. Minute köpfelte Lindner, von den Hartbergern unbehelligt, eine hohe Vorlage von Gradinger ins Netz. Den Schlusspunkt setzte der 18-jährige in der 87. Minute mit einem Volley nach Flanke von Morgenthaler. "Ein sehr schönes Gefühl", kommentierte der Jungmann seinen Hattrick.

Die Gäste hatten nur eine große Chance, die aber Chkhetiani in der 57. Minute vergab, während die Admira noch durch Pöllhuber (62.), Morgenthaler (65./76.) und Horvath (74.) gute Möglichkeiten vorfand.

Kapfenberg trennte sich von Schwanenstadt torlos
SV Kapfenberg hat nur einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Red Zac Liga ergattert. Die Steirer trennten sich im eigenen Stadion von SC Schwanenstadt torlos und bleiben mit zwei Punkten Rückstand auf den neunten Platz weiter unter dem ominösen "Strich". Schwanenstadt büßte mit den zwei abgegebenen Punkten weiter Terrain auf Spitzenreiter LASK ein, der nun schon in der viertletzten Runde in einer Woche den Titelgewinn aus eigener Kraft perfekt machen kann.

Kapfenberg war etwas überlegen, hatte durch Tiganj (jeweils per Kopf) vor dem Wechsel drei gute Möglichkeiten und nach der Pause noch eine, doch Keeper Razenböck musste nie den Ball aus dem Netz holen. Die Gäste, die in dem schwachen Spiel keine Akzente setzten, hatten dennoch die beste Chance: Doch Ice Cream verfehlte aus acht Metern frei stehend das Tor (73.).

Jung-Austrianer nach 0:0 6 Spiele ohne Tor gegen Leoben
Nach der Nullnummer haben die Austria Amateure seit sechs Spielen gegen Leoben kein Tor erzielt. Die Steirer, die ihrerseits seit acht Spielen unbesiegt sind, hatten im Horr-Stadion die besseren Chancen. Leoben-Stürmer Arno Kozelsky hatte mehrmals die Möglichkeit auf den Siegtreffer, scheiterte aber an Austria-Schlussmann Bartolomej Kuru und traf kurz nach Wiederanpfiff in der zweiten Hälfte per Kopf nur die Latte. Sein Sturmpartner Marko Stankovic hatte mit einem Lattenschuss ebenfalls Pech.

Bei der größten Chance für die Austria rettete Siegfried Rasswalder nach einem Schuss von Markus Suttner für den bereits geschlagenen Torhüter Alexander Schenk auf der Linie. In der Nachspielzeit forderte Ruben Okotie nach einem Zweikampf im Leobener Strafraum vergeblich Elfmeter für die Austria. Schiedsrichter Drachta verweigerte den Strafstoß und zeigte dem Austria-Stürmer Gelb.

In der Tabelle gab es für beide Vereine keine Rangverschiebungen: Leoben ist weiter Dritter, die Austria Amateure sind nach wie vor zwei Punkte vor Kapfenberg Neunter.

FC Lustenau und FC Kärnten trennten sich 0:0
Der FC Lustenau und der FC Kärnten haben sich in der 29. Runde der Red Zac Erste Liga mit einem torlosen Remis getrennt. Die Vorarlberger blieben bereits im sechsten Spiel in Folge sieglos. Die Kärntner mussten dabei ab der 42. Minute mit neun Feldspielern auskommen, da Strafner wegen Kritik an Schiedsrichter Tschandl Gelb-Rot gesehen hatte. Die Lustenauer rutschten auf Tabellenrang sechs ab und liegen weiter zwei Punkte vor den Kärntnern.

In der ersten Spielhälfte neutralisierten sich die beiden Mannschaften, Torchancen waren Mangelware. Die Kärntner versuchten durch körperbetontes Spiel zum Erfolg zu kommen, Zählbares blieb aber aus. Die Lustenauer waren durch einen Schuss von Trailovic (14.) und einen Kopfball von Eisele (28.) nach Corner von Erbek gefährlich, beide scheiterten aber an Torhüter Probst.

Die Vorarlberger waren nach Wiederanpfiff nicht in der Lage, die numerische Überlegenheit zu nutzen. Die beiden starken Torhüter sicherten ihren Teams mit jeweils einigen guten Paraden das Unentschieden.

Lustenau-Trainer Eric Orie könnte in der nächsten Saison Nachfolger von Michael Streiter beim SCR Altach werden. Der Niederländer hat zu Beginn der Woche erste Gespräche mit Altach-Präsident Werner Gunz geführt, eine Entscheidung über den Wechsel des Niederländers soll noch am Wochenende fallen.

FC Gratkorn beendete seine Negativserie
Nach dem Gewinn eines einzigen Zählers in den jüngsten sechs Runden durfte sich Gratkorn mit dem 4:2 gegen Austria Lustenau endlich wieder über einen vollen Erfolg freuen, mit dem die Steirer nach Punkten zu den viertplatzierten Vorarlbergern aufschlossen. Diese sind nun schon in sechs Auswärtsspielen in Folge sieglos und kassierten im Frühjahr ihre vierte Niederlage.

Die Hausherren gingen bereits in der 11. Minute in Führung, als Lukic nach Pass von Wemmer im Strafraum frei zum Schuss kam und sein zweites Saisontor erzielte. Wemmer war auch am 2:0 in der 41. Minute beteiligt, als er den Ball in den Strafraum hob, wo der zweite Kopfball von Panagiotopoulos (zunächst von Morscher abgewehrt und dann von Sauseng per Kopf aufgelegt) passte.

Die Gäste holten in der 55. Minute durch einen platzierten Schuss aus halblinker Position des eingewechselten Sobkova (Vorarbeit Seeger) ein Tor auf. Dann vergab Brauneis eine große Chance auf das 3:1 und Sauseng hatte mit einem Kopfball an die linke Stange Pech, ehe im Finish noch drei weitere Tore fielen. Zunächst köpfelte Panagiotopoulos eine Flanke ein (85.) und schaffte damit sein 14. Saisontor, dann traf Ehrenreich aus halbrechter Position (89.), ehe Thiago aus kurzer Distanz noch auf 2:4 verkürzte (90.).

(APA/red)