Interview der Woche von

"Das Burgtheater ist der Mount Everest"

Interview der Woche - "Das Burgtheater ist der Mount Everest" © Bild: APA/Hochmuth

Vor 33 Jahren kam Karin Bergmann als Pressesprecherin an die Burg, zuletzt pilotierte sie das Haus als Direktorin aus der Krise. Die Bilanz eines Lebensprojekts.

Haben Sie damals bereut, nach Wien gegangen zu sein?
Aber nein! Nie! Ich habe nie eine Stadt erlebt, in der die Leute so theaterverrückt sind wie hier, im Positiven wie im Negativen. Zu welchen Emotionen die Menschen da fähig sind! Es ist immer wieder überwältigend.

Ist das denn noch so? Wann gab es hier nach "Heldenplatz" - und das war 1988 - je ein ähnliches Aufsehen?
Man kann nicht mehr provozieren, und es gibt keine Tabus mehr, das stimmt. Aber wie die Leute am Burgtheater Anteil nehmen, das habe ich 2014 erlebt, als ich unvermutet zurückkehren musste. Ob ich bei Billa, in der Boutique oder in einem Restaurant war oder im Wald spazieren ging: Ich wurde ununterbrochen auf dieses Haus angesprochen.

Sie waren sieben Jahre bei Peymann, dann sind Sie ans Musiktheater gewechselt, erst an die Vereinigten Bühnen, dann unter Klaus Bachler an die Volksoper, erst dann mit ihm zurück an die Burg, als er dort Direktor wurde. Wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Die drei Jahre an der Volksoper waren großartig. Kirill Petrenko, Magdalena Kozena, Johan Botha, Falk Struckmann, die späteren Weltstars, haben bei uns gewirkt! Ich war gar nicht erpicht darauf, an die Burg zurückzukehren. Ich sagte immer: Die Volksoper ist ein Spaziergang und das Burgtheater der Mount Everest. Aber dort war ich ja schon. Ich habe die Zeit an der Volksoper geliebt.

Das komplette Interview können Sie in der aktuellen Printausgabe von News (Nr. 19/2019) nachlesen!