Indien und Pakistan: Die beiden Länder verbindet eine spannungsreiche Geschichte

Konflikt um Kaschmir ist schon seit 1947 ungelöst

Die Nachbarländer Indien und Pakistan haben eine spannungsreiche Geschichte. Seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 haben die beiden Rivalen in Südasien drei Kriege geführt, zwei davon um die geteilte Region Kaschmir. Der Konflikt begann mit der Teilung Indiens, als die Briten Kaschmir trotz seiner muslimischen Bevölkerung nicht Pakistan angliederten.

Indien wirft Pakistan vor, militante muslimische Extremisten im indischen Teil Kaschmirs zu unterstützen. Nach einem Anschlag auf das indische Parlament im Dezember 2001, für das die Regierung in Neu Delhi die angeblich aus Pakistan operierende muslimische Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba verantwortlich macht, standen die beiden Atommächte am Rande eines Krieges.

2004 wurde ein Friedensprozess mit dem Ziel eines "normalen und kooperativen Verhältnisses" zwischen Neu Delhi und Islamabad eingeleitet. Indien und Pakistan haben einen Atomteststopp vereinbart und zwischen ihren Außenministerien eine Telefon-Hotline geschaltet, um Missverständnisse zu verhindern und nukleare Risiken zu verringern. Vor Tests von atomwaffenfähigen Raketen wollen sich die Nachbarn rechtzeitig unterrichten.

Zu den vereinbarten vertrauensbildenden Maßnahmen gehörte auch die Wiederaufnahme von Verkehrsverbindungen zwischen beiden Ländern. Inzwischen fahren Busse und Züge wieder zwischen Indien und Pakistan, darunter auch der "Friedenszug", der seit Januar 2004 zwischen Neu Delhi und der pakistanischen Stadt Lahore verkehrt. Auch eine Busverbindung zwischen den Orten Srinagar und Muzaffarabad in Kaschmir wurde eröffnet. (apa)