In Wahlkreis 26-28 % notwendig: Kärntner Grundmandat 'kostet' BZÖ 27.000 Stimmen

Im Moment steht BZÖ bei etwa 21 % der Stimmen

Im Nationalratswahlkampf geht es für das BZÖ in Kärnten um sehr viel. Hier erhofft man sich zumindest ein Grundmandat, das der Partei auf jeden Fall den Einzug ins Parlament sichern soll, falls es bundesweit nicht für mehr als vier Prozent reicht. Das Grundmandat ist in den vier Kärntner Wahlkreisen allerdings eine relativ hohe Hürde, es "kostet" laut Landeswahlbehörde rund 27.000 Stimmen oder rund 27 Prozent. Die jüngste OGM-Umfrage für die "Kleine Zeitung" gibt den Orangen landesweit 21 Prozent.

Für ein Grundmandat ist das Erreichen der so genannten Wahlzahl notwendig. "Diese Wahlzahl ergibt sich aus der Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen dividiert durch die Zahl der zu vergebenden Mandate, nämlich 13", erklärte der Leiter der Landeswahlbehörde, Herbert Hauptmann, auf APA-Anfrage. Die für diese Hürde notwendigen Prozentsätze liegen in den vier Wahlkreisen zwischen 26 und 28 Prozent.

Wenig Freude bei BZÖ-Wahlkampfmanagern
Das BZÖ hat laut OGM in den vergangenen Wochen landesweit zwar von 19 auf 21 Prozent zugelegt, die Detailergebnisse dürften den Wahlkampfmanagern aber trotzdem wenig Anlass zur Freude geben. Denn im Wahlkreis Ost, wo man die Chancen am größten einschätzt, fielen die Orangen von 20 auf 19 Prozent zurück. Dabei müsste das BZÖ im Vergleich zur Wahl 2002 - damals als FPÖ angetreten - 3.500 bis 3.700 Stimmen dazugewinnen. In Oberkärnten, wo man sich ebenfalls Hoffnungen macht, bräuchte es einen Zuwachs von gut 5.000 Stimmen, um ein Direktmandat zu erlangen.

Insgesamt liegt nach der OGM-Umfrage die SPÖ in Kärnten vorne, allerdings bei nur 35 Prozent gegenüber 39 Prozent bei der Wahl 2002. Die ÖVP hält derzeit bei 28 Prozent (2002: 30 Prozent), die Grünen kämen auf sieben Prozent, die FPÖ auf sechs und die Liste Martin auf drei Prozent.
(apa/red)