"Ich bin maßlos enttäuscht": Erwin Pröll
meldet sich zur Affäre Strasser zu Wort

"Er ist im Lauf der Jahre ein anderer geworden" Rücktritt rechtsgültig - Scharfe Kritik von Grünen

"Ich bin maßlos enttäuscht": Erwin Pröll
meldet sich zur Affäre Strasser zu Wort © Bild: APA/JÄGER (ARCHIVBILD)

"Zu Ernst Strasser ist zu sagen, dass er damals nicht der war, der er heute ist. Er ist im Lauf der letzten 20 Jahre ein anderer geworden." Er sei von Strasser "persönlich maßlos enttäuscht" und "auch entsetzt", so Pröll.

In Kreisen des EU-Parlaments hieß es auf Anfrage der APA, es geht um unterschiedliche Rechtsansichten zwischen dem Europarlament auf der einen und der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF auf der anderern Seite. Die Aufgabe von OLAF sei es, eine falsche Verwendung von EU-Geldern zu kontrollieren, bei Strasser gehe es aber um den Vorwurf der Korruption. Diese juristische Auseinandersetzung habe nichts mit Strasser selbst zu tun.

Der Grüne Abgeordnete Pilz erhebt indes schwere Vorwürfe gegen die Parteiführung der Volkspartei und auch gegen ÖVP-Chef Josef Pröll. Dieser habe von Anfang an um die Tätigkeiten Strassers gewusst, meinte Pilz am Donnerstag. Gleichzeitig forderte er erneut schärfere Bestimmungen in Sachen Parteienfinanzierung sowie im Falle von Politiker-Bestechung.

Rücktritt rechtsgültig
Strasser unterzeichnete am Donnerstag um 11.00 Uhr in der EU-Parlamentsvertretung in Wien den Antrag auf Niederlegung seines Mandats als Europaabgeordneter. Er war wegen einer Bestechungsaffäre ins Schussfeld der Kritik geraten und hatte nach einiger Zeitverzögerung das Handtuch geworfen. Als Lobbyisten getarnte Enthüllungsjournalisten der britischen "Sunday Times" sollen Strasser für die Bereitschaft, Gesetzesänderungen im EU-Parlament einzubringen, 100.000 Euro in Aussicht gestellt haben. Strasser selbst wies den Vorwurf zurück.

(apa/red)

Kommentare

Im Laufe der letzten 20 Jahre? Aber Hallo! Wenn er sich in den letzen 20 Jahren so verändert hat (zu seinem Nachteil, nehme ich an), warum haben Sie ihn uns dann vor 11!!! Jahren aufs Aug gedrückt? Ihn und den halben St. Pöltner Landtag? (der ihm als personelle Unterstützung nachgeschickt oder von ihm selbst nach Wien geholt wurde). Wenn Sie sich schon nicht um das weitere Wirken und Agieren Ihrer Schützlinge kümmern, lesen Sie keine Zeitung(en) - oder nur jene, die Ihnen nach dem Mund reden? Was viele schon bald wussten, nämlich welchen Charakter dieser Mann hat, (Freunderlwirtschaft, Jobsuche für Putzfrauen, rücksichtslose Personalpolitik,...) fällt Ihnen erst jetzt auf, wo die Justiz tätig wird?
Strasser war und ist nicht der einzige Wolf im Schafspelz! Oder, Herr LH Pröll!

christian95 melden

Wo Freunderl von Pröll & Co werken, wird es meist für den Steeurzahler teuer.

Am Flughafen, bei den NÖ Landesfinanzen (1 Mrd. Steuergeld wurde an der Börse verzockt), Strasser, es ist sicherlich Zufall, dass Josef Pröll im Bund ebenefalls hohe Schulden angehäuft hat..... (Statt 100e Mrd. im eignenen Land zu investieren werden sie nach Brüssel für Griechenland & Co vergeben).

NÖ+Österreich verdient nichts anderes, so lange sie Pröll & Co wieder wählen.

Die einzige Alternative ist: Wahltag ist Zahltag!

christian95 melden

Re: Wo Freunderl von Pröll & Co werken, Ob LH Pröll auch enttäuscht sein wird?

Obwohl die Proporzmanager am Flughafen ein Finanzdesater verursacht haben, bekommen sie als Dank auch noch hohe Prämien!

Ignaz-Kutschnberger

Landesvater, ich denke wir können beruhigt schlafen :-) Na ich hoff nicht, dass du allzu enttäuscht vom Ernstl bist ;-) Lass ma mal bissl Gras über die Sache wachsen, dann wird das schon wieder. Und der Ernst war doch immer ein prima Bursch, oder...ist halt jetzt bissl dumm gelaufen, weil er halt da bei dem Interview bissl viel gesprochen hat.

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J.Pröll soll zurücktreten!! Leider sitzen auf dem LH-Stühlen, den Parlaments-und Regierungssitzen nicht die Eliten unseres Landes. Bestenfalls Durchnittstypen, schlimmstenfalls Ganoven mit ihrer ständigen Begleiterin, der "Frau Unschuldsvermutung" auf dem Schoß.
Unser Personalrekrutierungssytem über das Dickicht der Parteienbeziehungen bringt eben nichts besseres zustande.
Bei Strasser wussten vorher schon die meisten Österreicher, dass dieser charakterlich nicht geeignet ist, trotzdem hat ihn Pröll auserwählt für den EU-Job. Jetzt sollte auch Pröll zurücktreten. Wer weiß welchen Schaden dieser noch mit seiner mangelnden Menschenkenntnis anrichten wird.

keinbrauner melden

Re: J.Pröll soll zurücktreten!! Der Erwin nicht nur wegen mangelnder Menschenkenntnis sondern auch wegen mangelnder Moral.

Irgendwann erwischt es einen.... wie den Hrn. Strasser. Der Ziehsohn des NÖ "Landesvaters", in diesem Falle würde ich mir wünschen ein Waisenkind zu sein, war immer schon zu gierig, zu arrogant, zu jung, zu gutaussehend.........oder war das ein anderer?
Wäre sehr erfreut, würde man beide mit der vollen Härte des Gesetzes bestrafen.

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Billige Ausrede Herr LH Der war immer schon ein moralischer Abfallkübel. Ich hatte einmal die zweifelhafte Ehre in seinem Büro anwesend zu sein, als er mehrere Personlavertreter der Exekutive aus diesem geworfen hat. So behandelt man nichteinmal Schweine wie der mit diesen Menschen verfahren ist. Und die E-Mail-Affäre um die Bestellung eines in Ihrem Bundesland arbeitenden Polizeibeamten ist auch noch jeden in Erinnerung. Sie wollen nur nicht wahrhaben, was sich in Ihrer Partei und in Ihrem Bundesland für "Dreckstypen" im Sinne von schmutzig herumtreiben!

Viennese melden

Re: Billige Ausrede Herr LH Daß der Herr Pröll ja kein feiner ist, wissen eigentlich alle.
Alleine die Affäre um den Pfarrer in der Diözese St.Pölten dem er vor laufender TV Kamera sagte: " Wenn Sie mir blöd kommen, dann mache ich sie fertig!" Ich glaube nicht daß das die Art eines " Landesvaters" sein sollte. Wenn man da da den seligen hr. Maurer noch denkt, kommt einem das Gruseln.

keinbrauner melden

Re: Billige Ausrede Herr LH Man braucht den Herrn Erwin nur anzusehen und schon kommt einem das Gruseln.

Ich denke wir österreicher sind von allen politikern sehr entäuscht,aber gleichzeitig denke ich wird es denn herrn und damen am a... vorbei gehen was sich das volk denkt-denn die dicke kohle gibts auch für nix tun oder blödsinn machen wo ein normalo schon lange gekündigt werden würde.

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Strasser Er war der Auftakt zum großen Frühjahrsputz. Es müssen sich alle Politiker einem Screening unterziehen um festzustellen, wer sein Amt für persönliche oder bezahlte Interessen von Dritten mißbraucht. Der Steuerzahler bezahlt schließlich nicht dafür ihre Gehälter und allfällige Schäden die aus solchem Verhalten entstanden sind müssen im Namen des Volkes eingeklagt und Schadenersatzleistungen eingefordert werden.

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Re: Strasser Im Klartext heißt das,entweder Politikergehalt,oder Lobbyistgehalt,beides geht nicht und sollte unter allen Umständen ausgeschlossen werden. Bei Politikern die oft zusätzlich mehrere Posten bekleiden frage ich mich, wie
außerordentlich genial die sein müssen um diese Anforderungen zu bewerkstelligen ???
Die Gier kennt keine Grenzen; und Österreich täte gut
daran endlich etwas dagegen zu unternehmen !!!

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