Hollywood von

Blockbuster-Zutaten

Patriotismus und christlichen Werte: 7 der Top 10 US-Erfolgsfilme haben gleiches Rezept

Wer in Hollywood die große Kohle machen will, weiß: Die besten Zutaten für einen Blockbuster sind eine große Portion Patriotismus, eine Brise konservative Werte und der christliche Glauben muss artig untergerüht werden. Das Rezept stammt von der US-amerikanische Filmreview-Seite Movieguide. Zur besseren Anschauung hat sie eine Top-10-Liste der erfolgreichsten Kino-Blockbuster des Jahres 2011 erstellt.

"Die meisten Kinobesucher wollen, dass das Gute das Böse besiegt, die Wahrheit über die Lüge triumphiert, sich Recht gegen Unrecht durchsetzt und wahre Schönheit die Hässlichkeit überwindet", so ein Auszug aus dem Movieguide-Bericht. Die Webseite, die sich selbst als "christlicher Familienratgeber für Filme und Entertainment" bezeichnet, wird dabei nicht müde darauf hinzuweisen, dass mit "das Gute" Patriotismus bzw. das Eintreten für amerikanische Werte gemeint ist.

Um zu belegen, dass konservative Filme ihren liberaleren Pendants an den Kinokassen deutlich überlegen sind, verweist das Review-Protal auf eine eindeutige Statistik: So konnte Movieguide 2011 insgesamt 91 Filme als "konservativ" identifizieren. Diese haben im Durchschnitt jeweils 59 Mio. Dollar eingespielt. Demgegenüber stehen 105 als "liberal" klassifizierte Streifen, die im Schnitt lediglich rund elf Mio. Dollar erwirtschaftet haben, heißt es in dem Bericht.

Awards für "gute" Filme
Um die eigene Auffassung in Bezug auf einen "guten" Film auch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern, vergibt Movieguide sogar eigene Auszeichnungen, die sogenannten "Faith & Freedom Awards". Diese werden im Universal Hilton Hotel in Los Angeles an TV- und Filmproduktionen vergeben, die "Amerika, Patriotismus, Freiheit, freie Marktwirtschaft und limitierte staatliche Führung anpreisen und feiern". "Wir haben diese Preisverleihung initiiert, um Filmemacher zum Aufgreifen von Themen zu ermutigen, die alljene Werte ehren, die Amerika groß gemacht haben", so Baehr.