Hochzeit zwischen Styria und Moser platzt:
Gründe für Scheitern der Fusion unbekannt

Moser Holding nimmt von Zusammenschluss Abstand Chefverhandler halten sich über Hintergrund bedeckt

Hochzeit zwischen Styria und Moser platzt:
Gründe für Scheitern der Fusion unbekannt

Der Zusammenschluss zwischen der Tiroler Moser Holding ("Tiroler Tageszeitung") und den Regionalmedien der Styria Media Group wird abgesagt. Die JS Moser Medienholding GmbH, die rund 85 Prozent der Aktien der Moser Holding AG hält, ist demnach von dem Vertrag zurückgetreten. Weder Ernst Buob, der die Familie Moser vertritt, noch Styria-Vorstandsvorsitzender Horst Pirker wollten sich dazu äußern.

Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding, nimmt "die Entscheidung zur Kenntnis". An der bestehenden Kooperation zwischen den Verlagshäusern im Bereich der Regionalmedien AG ändere sich dadurch nichts, so Petz.

Die Wettbewerbshüter wussten noch nichts von dem geplatzten Deal. Die Causa ist derzeit beim Kartellgericht anhängig, Stefan Keznickl von der Bundeswettbewerbsbehörde sagte, man warte nun auf eine offizielle Stellungnahme der Verlagshäuser, bis dahin werde das Verfahren weiterlaufen.

Am Ende wurde es doch nichts
Styria Media Group und Moser Holding hatten ihren geplanten Zusammenschluss erst im Juni angekündigt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts sollte die Moser Holding gemeinsam mit den Regionalmedien der Styria in eine neue Aktiengesellschaft eingegliedert werden. Die Styria sollte an dieser AG rund 68 Prozent halten, die Familie Moser über ihre Medienholding GmbH rund 27 Prozent. Weitere wären bei der Raiffeisenbank Oberösterreich gelegen, die seit 2008 mit rund 15 Prozent an der Moser Holding beteiligt ist.

Dem Vernehmen nach hätten sich die Beteiligungsverhältnisse aber noch verschieben können, je nach wirtschaftlichem Zustand und Bewertung der betroffenen Verlage. Ob dies nach der Redimensionierung des Oberösterreich-Engagements der Moser Holding - die "Rundschau am Sonntag" wurde vor kurzem eingestellt - mit ein Grund für den Rückzieher der Familie Moser gewesen sein könnte, war am Mittwoch nicht zu erfahren. Laut Petz steht die Moser Holding aber "finanziell stabil" da.

(apa/red)