Handys nun auch bei Billa, Merkur und Co.:
Rewe steigt in das Telekom-Geschäft ein

Mobiltelefonie, Festnetz und Internet "aus einer Hand" Langfristiges Ziel: 25% Marktanteil am Retailmarkt

Handys nun auch bei Billa, Merkur und Co.:
Rewe steigt in das Telekom-Geschäft ein © Bild: aberhallo.at

Die Rewe Group Austria wird ab sofort über seine Merkur-, Billa- und Bipa-Filialen auch Telekommunikationsdienste verkaufen. Unter dem Markennamen "aber hallo" startet der Konzern ein Vertriebskonzept, das alle österreichischen Anbieter und deren Sortiment vom Mobilfunk über Festnetz bis Breitbandinternet unter einem Dach vereinen soll.

"Bei 'aber hallo' handelt es sich um einen klassischen Handelspartner, der das Sortiment der österreichischen Anbieter führt", erläutert Manuela Bruck, Sprecherin von Rewe-Partner Top Link, der für die Implementierung des neuen Geschäftsfeldes zuständig ist.

Einer für alle?
Den Beginn machen die Merkur-Märkte. Im zweiten Schritt sollen im Laufe des ersten Halbjahres 2008 die Billa- und Bipa-Geschäfte hinzu kommen. "aber hallo" wird in den größeren Filialen in Form eines Shop-in-Shop-Konzepts präsent sein. "Dabei wird es eigene Verkaufsstände und Vitrinen geben. Speziell auf den TK-Bereich geschultes Personal kümmert sich um die Kunden und berät sie", sagt Bruck. Über ein eigens entwickeltes Softwaresystem können sämtliche Kundenaufträge unmittelbar vor Ort abgewickelt werden. Durch die Integration des "aber hallo"-Produktportfolios in das Warenwirtschaftssystem von Rewe können die Handys ebenso wie alle anderen Produkte an der Marktkasse bezahlt werden.

Eigene Hotline inklusive
In kleineren Filialen wird "aber hallo" über Infostände und Folder beworben. "Über ein eigenes Callcenter können sich Konsumenten informieren. Telefonisch bekommen interessierte Kunden objektive Auskunft und Beratung zu aktuell am österreichischen Telekommarkt verfügbaren Angeboten. Bei Bestellung bis 16 Uhr wird das gewünschte Mobiltelefon samt SIM-Karte am nächsten Tag in die entsprechende Filiale geliefert und kann dort vom Kunden abgeholt werden", so Bruck. Das Engagement im Telekomgeschäft wird von Rewe mit der Alltäglichkeit des Handys begründet. Als Nahversorger ums Eck will man Kunden in alltäglichen Bedürfnissen unterstützen, heißt es. Der Kauf einer Telekomdienstleistung soll somit in den normalen Geschäftsbesuch einfließen.

Neue Vertriebswege
Der Kunde wird beim "aber hallo"-Shop beraten und trifft seine Kaufentscheidung. Anschließend werden die persönlichen Daten erfasst, die der Verkaufsberater online in das System eingibt. Der Kunde erhält sofort seine Rechnung ausgedruckt und kann seine Einkäufe erledigen. Inzwischen wird die Anmeldung im Back Office über die Online Verbindung zum jeweiligen Netzbetreiber komplettiert, geprüft und freigegeben. Wenn der Kunde mit seinem Einkauf bei der Kassa ist, bezahlt er auch die "aber hallo"-Rechnung und holt sein neues Handy samt SIM-Karte beim Verkaufsshop ab.

Fast alle mit an Bord
Für das "aber hallo"-Konzept konnte Rewe alle österreichischen Mobilfunkbetreiber mit ihrem gesamten Sortiment für Privatkunden gewinnen. Im Festnetz- und Internetsegment gelten die Telekom Austria sowie Tele 2 als fixe Partner. Mit UPC werden noch Gespräche geführt, heißt es. Die Diskonter Bob und Yesss sind nicht im Angebot enthalten. "Wir bieten hauptsächlich die am Markt verfügbaren Angebote der Mobilfunker. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass auch eigene Angebotspakete geschnürt werden", führt Bruck aus. In drei Jahren wollen die Rewe Group und Top-Link einen 25-prozentigen Marktanteil am Retailmarkt erreichen. (pte/red)