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Zwischen Hallstadt und Bad Ischl: Ausflug ins Postkartenidyll

Lang ist der Soleleitungsweg von Hallstatt nach Ebensee, aber mühelos zu erwandern

Leben - Zwischen Hallstadt und Bad Ischl: Ausflug ins Postkartenidyll © Bild: imago

Ein Hallstatt gibt‘s auch in China. Aber das echte liegt näher und ist ein wunderbarer Anfangs- oder Endpunkt für Ausflüge in der malerischen Region zwischen Hallstätter See und Traunsee. Von Hallstatt bis nach Ebensee verläuft die Soleleitung, in der seit 1607 die Sole aus dem Hallstätter Salzbergwerk zu den Salinen geleitet wird. Entlang dieser ältesten Pipeline der Welt verläuft der rund 40 Kilometer lange Soleleitungsweg, dessen leichtes Gefälle dem Wanderer genug Energie lässt, die Schönheiten der postkartenreifen Landschaft zu genießen. Einzelne Etappen – oder der Rückweg – lassen sich auch mit dem Zug zurücklegen.

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Besonders schön ist die Strecke zwischen Hallstatt und Bad Ischl, wobei die Freude noch bis Herbst durch Reparaturarbeiten am Gosauzwang, der hohen Brücke über den Gosaubach, getrübt ist. Wer nicht auf die Bundesstraße ausweichen will, kann auch erst später, in Steeg, in die Wanderung einsteigen. Alternativ setzt man von Hallstatt mit dem Schiff auf die andere Seeseite über, wandert am Nordufer des Hallstätter Sees bis Steeg und marschiert von dort weiter über den Soleleitungsweg nach Ischl.

Kurz vorm Ziel gibt‘s noch zwei Sehenswürdigkeiten: das Kaiserjagdstandbild, das Kaiser Franz Josef vor einem erlegten Wild zeigt, und die Villa Blumenthal, das erste Fertigteilhaus der Welt. Der Dramatiker Oskar Blumenthal hatte die Holzvilla 1893 auf der Weltausstellung in Chicago gesehen und kurzerhand ins Salzkammergut liefern lassen. In dieser heute privat bewohnten Villa schrieb er zusammen mit Gustav Kandelburg das Lustspiel „Im weißen Rössl“, die Vorlage für die gleichnamige Erfolgsoperette.

Tipps

Soleleitungsweg von Hallstatt nach Bad Ischl

© Aitenbichler Sepp/Ischler Heimatverein

Essen
Dort, wo die Traun aus dem Hallstätter See fließt, liegt der Steegwirt mit seinem schattigen Gastgarten. Früher ein Umschlagplatz für Salz und eine Raststation für Schiffer und Händler werden in dem urigen Gasthaus heute zünftige Speisen in bester Qualität serviert. /www.steegwirt.at

Schlafen
Im „Goldenen Ochsen“ in der Kaiserstadt Ischl genießt man hohen Komfort zu bürgerlichen Preisen. Die zentrale Lage am Ufer der Traun macht das Vierstern-Hotel zur perfekten Talstation für alle Unternehmungen in der Gegend. www.goldenerochs.at

Besichtigen
Die „Hallstätter Salzwelten“ inszenieren das Thema Salz erlebnisreich und mit farbenfrohen Lichteffekten. Auch bei Hitze: Jacke mitnehmen!
www.salzwelten.at/de/home/


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© ©Christoph Lenzenweger Christoph Lenzenweger

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