Gottfried Waldhäusl von

Gottfried Gasthäusl

Gottfried Waldhäusl - Gottfried Gasthäusl © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Gottfried Waldhäusl zwischen massiver Kritik & Populismus am Stammtisch des eigenen Gasthauses.

Sein Versuch, jugendliche Flüchtlinge hinter Stacheldraht zu verräumen, machte Gottfried Waldhäusl zum derzeit umstrittensten Volksvertreter Österreichs. Zugleich ist er aber auch die neue Leitfigur der heimischen Stammtischpolitik -samt eigenem Wirtshaus, wo er Volkes Stimme einfängt. Wie tickt Waldhäusl? Ein Lokalaugenschein

Im Fall Gottfried Waldhäusls hat das Wort Lokalpolitik einen vollmundigen, zartbitteren Beigeschmack von Wahrheit. "Bei denen nützt nichts, bei denen ist Hopfen und Malz verloren, denen brauchst du gar nichts mehr beibringen, die werden auf kurz oder lang eh abgeschoben", sagt er, lehnt sich am Stammtisch -seinem Stammtisch -in der Gaststube - seiner Gaststube - wohlig zurück an den Kachelofen und genehmigt sich einen kräftigen Schluck von der Schwechater Hopfenperle. Bier ist Bier, und Politik ist Politik, aber bei Niederösterreichs blauem Asyllandesrat und Gasthausbesitzer Waldhäusl fließt das irgendwie ineinander. "Die Caritas und andere, das sind Fantasten, die sich einbilden, dass man die integrieren kann. Das geht nicht, das muss man wissen, du kannst aus einem Esel kein Ross machen."

Lesen Sie die ganze Story in der aktuellen Printausgabe von News (Nr. 50/2018): Gottfried Gasthäusl

Kommentare

I. Der n.ö. Landesrat hat „News“ ein Interview gegeben, in dem er krampfhaft versuchte und dabei kein Fettnäpfchen ausließ, um den Nachweis zu erbringen, dass der Durchschnitt der Wähler mit Sicherheit intelligenter ist als der Durchschnitt der Gewählten, wenn er das Maß dafür ist.

II. Denn nicht einmal zu einem halbwegs erfolgreichen Landwirt reichte es bei ihm. Deshalb flüchtete er sich in die Politik, wo er als Krawallmacher bei der FPÖ anheuerte und trotzdem in höchste politische Ämter empor kletterte. Dort reichte es schon, ein flinkes Mundwerk zu haben, sonst aber nur Schwachsinn unters Volk bringen zu müssen, um bierduselige Schenkelklopfer auf seine Seite zu ziehen.

III. Schon deshalb geniere ich mich für ihn. An einen solchen Mann, wie er einer ist, will ich nicht einmal anstreifen, geschweige denn, mit ihm an einem Verhandlungstisch sitzen. Überhaupt nicht verstehen kann ich daher, dass das Waldhäusls Kollegen/innen in der n.ö. Landesregierung tun. Denn auch für sie gilt die Lebensweisheit: „Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist".

IV. Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, weil jeder Satz, der im Interview über seine Lippen kommt, die Bestätigung dafür ist, dass Waldhäusl die Oberhoheit über die Stammtische im Waldviertel für sich reklamiert, obwohl er zeit seines bisherigen Lebens, der Bauernbub aus Pfaffenschlag geblieben ist.

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