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Giftaffäre - London bekräftigte
harte Vorwürfe gegen Russland

Russland sei bereits in Vergangenheit für Attentate verantwortlich gewesen

Großbritannien hat im Fall der Nervengift-Attacke auf den ehemaligen Doppelspion Skripal seine Anschuldigungen gegen Russland erneuert. Es sei höchstwahrscheinlich, dass der russische Staat für die Attacke verantwortlich sei, erklärte der Vertreter Großbritanniens am Mittwoch bei der Sondersitzung der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag.

Großbritannien habe das eingesetzte Nervengift als den Stoff identifiziert, der von Russland schon früher produziert worden sei. Außerdem sei Russland bereits in der Vergangenheit für Attentate verantwortlich gewesen.

Der Exekutivrat der OPCW war auf Antrag Russlands zur Beratung über den Fall zusammengekommen. Moskau weist die Vorwürfe entschieden zurück und will an den Ermittlungen beteiligt werden. Das lehnte Großbritannien strikt ab: "Das wäre pervers."

Der britische Diplomat John Foggo warf Moskau vor, nicht mit den britischen Behörden zusammen zu arbeiten. "Russland hat auf keine der Fragen geantwortet, und stattdessen mehr als 24 widersprüchliche und wechselnde Gegengeschichten produziert", sagte er.

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