Gestohlener Sisi-Stern wieder in Wien: Zehn
Jahre nach Diebstahl Rückgabe von Kanada

Kanadier hatte kaiserlichen Haarschmuck gestohlen Dieb des Sterns wurde zu acht Jahren Haft verurteilt

Gestohlener Sisi-Stern wieder in Wien: Zehn
Jahre nach Diebstahl Rückgabe von Kanada © Bild: apa/Artinger

Der vor zehn Jahren in Schloss Schönbrunn gestohlene Sisi-Stern ist wieder in Wien: Die kanadischen Behörden haben das Schmuckstück jetzt retourniert, nachdem ein Kanadier für den Diebstahl verurteilt worden war. Der Stern, den Kaiserin Elisabeth als Haarschmuck auf dem Porträt von Franz Xaver Winterhalter trug, war vor gut einem Jahr in Winnipeg gefunden worden.

Der Stern war im Juni 1998 - der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt - während der Ausstellung zum 100. Todestag Elisabeth aus einer Hochsicherheitsvitrine gestohlen und durch ein Duplikat ersetzt worden. Der Diebstahl der Leihgabe einer privaten Eigentümerin wurde erst nach ungefähr einem Monat bemerkt. Für diese Tat und mehrere weitere Diebstähle und Betrügereien wurde ein 35-jähriger Kanadier in Winnipeg zu acht Jahren Haft verurteilt. Der Mann wird von der Polizei als Meister seines Fachs gesehen. Er war im Jänner 2007 nach einem 500.000-Dollar-Coup in einer kanadischen Bank gefasst worden. Nach Hinweisen aus Österreich wurde dann der Sisi-Stern im Haus seiner Großmutter sichergestellt.

Die Uniqa-Versicherung, die bereits den Schaden ersetzt hatte, ist vorläufig Eigentümerin des Sisi-Sterns. Sie will das Schmuckstück der ehemaligen Besitzerin auf deren Wunsch zurückgeben, teilte das Unternehmen mit. Von den von Hofjuwelier Köchert angefertigten Sisi-Sternen existierten ursprünglich 27 Stück. Kaiserin Elisabeth hat einige davon an eine Hofdame verschenkt. Der in Schönbrunn gestohlene Stern war zu einer Brosche umgearbeitet worden und gehört einer aus Ungarn stammenden Juweliersfamilie.

(apa/red)