Gedenken an Jörg Haider: Die Anteilnahme der Kärntner Bevölkerung reißt nicht ab

Viele pilgern zu Unfallstelle und Landesregierung Ehrerweisung: Lange Schlange vor Kondolenzbuch

Gedenken an Jörg Haider: Die Anteilnahme der Kärntner Bevölkerung reißt nicht ab © Bild: APA/Gindl

Die Anteilnahme der Kärntner Bevölkerung am Tod von Landeshauptmann Jörg Haider ist auch am Sonntag nicht abgerissen. Hunderte Menschen pilgerten zum Unfallort und zur Kärntner Landesregierung, um Kerzen aufzustellen und sich ins Kondolenzbuch einzutragen.

Bereits eine halbe Stunde vor Messbeginn um 10.00 Uhr versammelten sich zahlreiche Menschen im Dom, um Rosenkranz zu beten. Während der Messfeier spendete Vikar Alois Krawanja in seiner Predigt den Menschen Trost. "Wir erleben heute eine Situation, wo man nichts begreifen, erklären und definieren kann", sagte der katholische Priester.

Auf die Frage nach dem Warum, sei keine Antwort zu finden. "Wir dürfen in solchen Situationen zusammenstehen und in eine Richtung blicken, zu Jesus", meinte Krawanja. Auch in den Fürbitten wurde auf den Tod des Landeshauptmanns eingegangen. "Lobe ihn für das, was er für andere getan hat", hieß es an einer Stelle.

Lange Schlange
Vor dem Amt der Landesregierung herrschte wieder Hochbetrieb. Die Schlange der Wartenden, die sich ins Kondolenzbuch eintragen wollten, reichte rasch bis zur Straße zurück. Menschen mit Kindern im Arm stellten sich genauso an wie ältere Personen im Rollstuhl. "Wir lassen offen, solange Menschen kommen", meinte ein Polizeibeamter.

(apa/red)