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Peter Stöger will ÖFB-Duo für Köln

Neben seinem alten Schützling Philipp Hosiner soll auch Martin Harnik Thema sein

Peter Stöger als Köln-Trainer © Bild: SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images

Am Dienstag wurde der Wechsel von Anthony Ujah vom 1. FC Köln zum SV Werder Bremen offiziell. Während der Abgang des nigerianischen Top-Torjägers ob des unglücklichen Zeitpunkts bei den Fans jede Menge Unverständnis hervorruft, sind die Kölner Verantwortlichen bereits auf der Suche nach adäquatem Ersatz. Und fündig scheinen Peter Stöger und Co. vor allem im ÖFB-Nationalteam geworden zu sein.

Philipp Hosiner ist schon länger Thema beim "Effzeh". Der Angreifer, der erst am vergangenen Wochenende für das zweite Team von Stade Rennes sein Comeback nach überstandener Nieren-OP gefeiert hatte, ist Peter Stöger aus der gemeinsamen Zeit bei der Austria nur zu gut bekannt. "Wir freuen uns total, dass er wieder auf dem Platz steht. Und wir werden ihn weiter im Auge behalten", eröffnete Köln-Manager Jörg Schmadtke der "Bild".

Wiedervereinigung Stöger-Hosiner?

Stöger selbst bestätigte, dass er "in ständigem Kontakt" mit seinem ehemaligen Schützling stehe, mahnt aber zur Geduld. "Mal abwarten, wie er sich entwickelt." Was in Hosiner steckt, weiß der Coach spätestens seit der gemeinsamen Meistersaison, in der der Stürmer 32 Tore allein in der Bundesliga erzielte. Zum Vergleich: Die gesamte Kölner Mannschaft kam in bisher 31 Partien auf nur 30 Treffer. Handlungsbedarf ist also mehr als gegeben.

Philipp Hosiner mit Narbe
© imago/Stockhoff Philipp Hosiner hat seine Nieren-Operation gut überstanden

Die Offensiv-Flaute beheben könnte mit Martin Harnik auch ein zweiter Österreicher. Die "Bild"-Zeitung bringt den Stuttgarter ins Spiel, der am Wochenende gegen Schalke sein 50. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse bejubelte. Zu einem Wechsel käme es allerdings nur, wenn dem VfB der Klassenerhalt nicht gelingen sollte. Derzeit rangieren die Schwaben im Tabellenkeller.

Harnik kommt, wenn Stuttgart geht

"Wir bringen uns immer wieder selbst um den Lohn", haderte ÖFB-Teamspieler Harnik nach dem 2:3 am vergangenen Wochenende in Gelsenkirchen, wo sein Team mal wieder eine Führung aus der Hand gab. An einen baldigen Abschied will Harnik derzeit nicht denken, zu sehr glaubt er an den Ligaverbleib. "Wir haben noch zwei Heimspiele gegen direkte Konkurrenten. Ich bin komplett überzeugt, dass wir das packen." Sollte der Abstieg dennoch nicht zu vermeiden sein, bleibt wenigstens der Angreifer nicht auf der Strecke. Neben Köln soll nämlich auch Schalke intensiv um den gebürtigen Hamburger buhlen.

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