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Sexueller Missbrauch: Englischer Coach in 43 Fällen schuldig

Urteil gegen Bennell wird am Montag erwartet

Der frühere englische Jugend-Fußballtrainer und Talentscout Barry Bennell ist in sieben weiteren Fällen des sexuellen Missbrauchs für schuldig befunden worden.

Das entschied ein Gericht in Liverpool am Donnerstag, nachdem der 64-Jährige bereits am Dienstag wegen sexuellen Missbrauchs in 36 Fällen schuldig gesprochen worden war. Ein Urteil wird am kommenden Montag erwartet.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich Bennell in den 1980er Jahren an Buben zwischen 8 und 15 Jahren vergangen hat. Das Gericht bezeichnete den ehemaligen Coach von Crewe Alexandra und Manchester City als "zielstrebigen und rücksichtslosen Pädophilen". Die Opfer sagten aus, sie hätten von einer Profikarriere geträumt und deshalb habe Bennell die Macht über sie gehabt.

Bennell hatte zuvor sieben Fälle von sexueller Belästigung gestanden, berief sich in dieser Woche aber auf Erinnerungslücken wegen seiner Krebserkrankung. Er war im Herbst 2016 in die Schlagzeilen geraten, nachdem der frühere Fußballprofi Andy Woodward in der britischen Tageszeitung "Guardian" schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte. Dutzende weitere Ex-Fußballer brachen daraufhin ihr Schweigen und warfen sowohl Bennell als auch anderen Jugendtrainern vor, sie in ihrer Kindheit sexuell missbraucht zu haben.

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