Früherer Guevara-Fotograf Liborio Noval: Hat nach Bildern immer komisch geschaut

War auf Reisen selbst leidenschaftlicher Fotograf Bild von Alberto Korda machte Guevara zur Ikone

Früherer Guevara-Fotograf Liborio Noval: Hat nach Bildern immer komisch geschaut

Der unzählige Male abgelichtete Revolutionär Ernesto "Che" Guevara stand nur äußerst ungern vor der Kamera. Das sagte der Fotograf Liborio Noval bei der Eröffnung einer Ausstellung zum 40. Todestages Guevaras in der kubanischen Hauptstadt Havana einem lokalen Fernsehsender.

Der 73-jährige Noval hatte "Che" in jungen Jahren mit seiner Kamera begleitet. "Che sagte ganz ruhig: macht nicht viele Fotos von mir", erinnerte sich Noval. Nach drei oder vier Bildern habe Guevara dann immer komisch geschaut. "Da war klar, dass es besser ist, aufzuhören", sagte Noval.

Guevara war selbst ein leidenschaftlicher Fotograf und nahm auf seinen Reisen immer eine Kamera mit. Als junger Mann machte er in Lateinamerika Bilder von Fabriken und politischen Veranstaltungen. Das Logo der kommunistischen Partei Kubas entstand aus einem Foto, das Guevara bei einer Kundgebung auf dem Revolutionsplatz in Havanna geschossen hatte. Es zeigt eine Menschenmenge und zwei Fahnen.

Das berühmteste Foto von Che Guevara schoss der kubanische Fotograf Alberto Korda (Foto) 1960, das den Revolutionsführer mit Mütze und langen Haaren zeigt. Der italienische Verleger Giangiacomo Feltrinelli entdeckte das Bild 1967 in Kordas Atelier. Der Fotograf schenkte Feltrinelli zwei Abzüge. Nach dem Tod Ches in Bolivien ließ der italienische Verleger Millionen Poster mit dem Porträt des Revolutionärs drucken, das so zu einer Ikone der Linken wurde. (apa/red)