"Friedensprozess unterstützen": Putin und Prodi wollen eine Afghanistan-Konferenz

Wollen Anstrengungen für Befriedung verstärken

Der russischen Staatspräsident Putin und der italienische Premier Prodi haben sich für eine Friedenskonferenz für Afghanistan ausgesprochen. Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Anstrengungen für eine Befriedung Afghanistans verstärken. Zugleich sprachen beide Politiker nach Regierungskonsultationen in Bari von einer "strategischen Partnerschaft" ihrer Länder.

Putin sagte, Moskau wolle "den Friedensprozess in Afghanistan unterstützen". Allerdings nannten beide Politiker keine Einzelheiten über eine Friedenskonferenz. Es bestehe in dieser Frage aber "völliges Einverständnis", sagte Prodi.

Zudem sei es bei den Gesprächen in Bari um die Vertiefung der Beziehungen Russlands zur EU gegangen, sagte Prodi. Putin sprach von einer "Verstärkung des Multinationalismus". Ohne Einzelheiten zu nennen betonte Prodi, man habe auch über die Menschenrechte gesprochen.

Zehn Verträge unterzeichnet
Insgesamt wurden in Bari zehn italienisch-russische Verträge zur wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit unterzeichnet. Unter anderem handelt es sich um ein Abkommen des russischen Energiekonzerns Gazprom mit dem italienischen Energieunternehmen ENI über Erdgaslieferungen. Danach soll Gazprom direkt an italienische Kunden liefern können.

Der italienische Enel-Konzern soll sich an der Privatisierung des russischen Energiesektors beteiligen können. Italien - der zweitgrößte Handelspartner Russlands nach Deutschland - gehört zu den Ländern, die am stärksten von russischen Erdgas- und Erdöllieferungen abhängen.

(apa)