Leben von

Flüchtlinge kochen
in neuem Wiener Restaurant

"Habibi & Hawara": Mitarbeiter können später zu Gesellschaftern werden

© Video: APA

Willkommenskultur auf Wienerisch: Am 4. Mai eröffnet in Wien ein neues Lokal, was an sich noch nicht rasend ungewöhnlich ist. Das Besondere am "Habibi & Hawara" ist sein Personal. Gekocht wird nicht für, sondern von Flüchtlingen. Das Restaurant in der Wipplingerstraße 29 wird Menschen aus verschiedenen Ländern beschäftigen, die eines gemeinsam haben: einen positiven Asylbescheid.

"Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems. Wir haben uns für Ersteres entschieden." - Knapp und unmissverständlich formulieren die Initiatoren in ihrem Newsletter ihr Motiv für die Realisierung des Projekts. Dieses wurde vom Unternehmer Martin Rohla, dem Gastronomen David Kreytenberg ("Die Liebe") und der PR-Expertin Katharina Schinkinger aus der Taufe gehoben.

Rohla hat auf seiner "Stadtflucht Bergmühle" - ein Biogut in Niederösterreich - bereits Flüchtlinge aus Traiskirchen empfangen. Dabei sei ihm eines aufgefallen: "Nämlich wie unglaublich viele unternehmerisch talentierte Leute da dabei sind." Und dies ist durchaus die Idee hinter der Neueröffnung: Aus den Mitarbeitern sollen früher oder später Mitgesellschafter werden. Zumindest will man ihnen diese Möglichkeit offen halten, wie beim APA-Besuch im Lokal betont wurde. Man verstehe sich als "Inkubator", der sich nach einigen Jahren aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird.