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Europa League: Zieht Dnipro
erstmals in ein Endspiel ein?

Ukrainischer Club steht vor der Sensation. Dank harter Gangart und Defensive.

Konoplyanka im Duell mit Callejon © Bild: CARLO HERMANN/AFP/Getty Images

Außenseiter Dnipro Dnipropetrowsk hat am Donnerstag (21.05 Uhr/live ORF eins) sein erstes Europacup-Finale der Clubgeschichte im Visier. Die Chancen stehen nicht schlecht, gehen die Ukrainer doch mit einem 1:1 aus dem Hinspiel in die Heimpartie in Kiew gegen SSC Napoli. Titelverteidiger FC Sevilla steht nach einem 3:0-Sieg zu Hause gegen Fiorentina vor seinem zweiten Europa-League-Finale in Serie.

Das Duell im Olympiastadion von Kiew, in das Dnipro ob der Nähe zur Konfliktregion in der Ostukraine ausweichen musste, verspricht Hochspannung. Der Außenseiter setzt auf seine starke Defensive. Im Viertelfinale gegen Club Brügge kassierten die Ukrainer keinen Gegentreffer (0:0 und 1:0), in der Liga sind sie hinter Dynamo Kiew, dem Club von ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic, und Schachtar Donezk Tabellendritter.

Das härteste und effizienteste Team

Gewonnen hat Dnipro die ukrainische Premier Liga noch nie. 1983 und 1988 war der Club aus der Industriestadt am Dnjepr aber sowjetischer Meister. Kein Team hat laut UEFA-Statistiken im laufenden Bewerb mehr Fouls begangen (226) oder Gelbe Karten (45) erhalten. 14 Tore in bisher 17 Europacup-Saisonspielen reichten Dnipropetrowsk, um aufs Finale schielen zu dürfen. ÖFB-Meister Salzburg erzielte alleine in der Gruppenphase 21.