EU-Treffen zu Leseschwäche bei Schülern: Schmied, Kdolsky & Co. beraten Ziele 2010

Zahl leseschwacher Schüler auf 15 % reduzieren In Österreich kämpft jeder 5. Schüler beim Lesen

Bildungsministerin Schmied und Gesundheitsministerin Kdolsky werden heute jeweils ihren ersten Auftritt im Kreis ihre EU-Amtskollegen absolvieren. Anlass ist das Treffen der Bildungs- und Jugendminister bei dem es in erster Linie um die bildungspolitischen Ziele in der EU nach 2010 geht. Diplomaten gehen davon aus, dass dabei auch die Uni-Zugangs- Regelung angesprochen wird.

Vor allem die Leseschwäche der 15-jährigen bereitet den europäischen Bildungsminister derzeit Kopfzerbrechen. Die EU-Staaten haben sich im Jahr 2000 zum Ziel gesetzt innerhalb von 10 Jahren den Anteil der Schüler mit Leseschwäche um ein Fünftel auf maximal 15 Prozent zu senken. Zudem soll die Zahl der vorzeitigen Schulabgänger auf maximal 10 Prozent gesenkt und der Abschluss von mathematisch- technischen Studienrichtungen deutlich erhöht werden. In Österreich kämpfte ein Fünftel der Schüler mit Problemen beim Lesen, während es in den Niederlanden bzw. Irland nur rund 11 Prozent waren und im Pisa -Siegerland Finnland (Daten von 2003) gar nur 5,5 Prozent. (APA)