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Einen Schuss Erbsen im Kaffee?

Nach Soja-, Reis- und Mandelmilch erobert jetzt Erbsenmilch die Regale in Bioläden

Milch © Bild: istockphoto

Ob Veganismus oder Laktose-Intoleranz: Immer mehr Menschen machen einen Bogen um Kuhmilch. Stattdessen wird auf pflanzliche Alternativen gesetzt. Soja, Mandeln und Reis haben nun jedoch Konkurrenz bekommen: Seit kurzem gibt es auch Milch aus Erbsen!

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In Sachen Kuhmilch scheiden sich die Geister. Während die einen auf das kühle Weiß im Glas setzen, um etwa die Knochen zu stärken, machen die anderen einen großen Bogen um die tierische Flüssigkeit. Laktose-Intoleranz, hormonelle Maßnahmen bei der Viehzucht und die wachsende Begeisterung für den Veganismus sorgen dafür, dass die Gruppe der Kuhmilchverweigerer immer größer wird.

Erbsen
© iStockphoto.com Milch aus Erbsen? Gibt es tatsächlich!

Wer sich gegen Kuhmilch entscheidet, kann auf einige pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Soja-, Mandel- und Reismilch sind die beliebtesten Ersatzgetränke. Auch Kokos- oder Haselnussmilch finden im Kaffee oder beim Kochen ihre Anhänger. Wobei auch diese Milcharten nicht ganz unumstritten sind. Erst vor kurzem kritisierte Sarah Wiener, dass Sojaprodukte so künstlich wie Cola wären. Auch Reismilch soll nicht ohne Süßungsmittel und Geschmacksstoffe auskommen. An Mandelmilch wird wiederum bemängelt, dass der Anbau enorme Wassermengen verbrauchen soll.

Unterschiede zu Kuhmilch und pflanzlichen Kollegen

Seit kurzem gibt es jedoch eine neue pflanzliche Alternative, über die man (bisher) nur Gutes hört. Okay, der Name macht nicht direkt Lust auf ein Gläschen oder einen Schuss im Kaffee. Menschen, die bei "Erbsenmilch" in Verzückung geraten, sind wohl in der Minderheit. Doch Halt - man sollte sich von den ersten, uncharmanten Assoziationen nicht abhalten lassen. Erbsenmilch soll nämlich weder geschmacklich noch farblich an das Ursprungsgemüse erinnern. Weiß, süß, cremig, ausgesprochen nährstoffreich und mit viel Protein ist sie angeblich. Im direkten Vergleich mit Kuhmilch soll sie im Geschmack ähnlich ausfallen, allerdings mehr Kalzium und nur halb so viel Zucker ins Glas bringen. Wenn man sie mit den pflanzlichen Kollegen vergleicht, fallen wiederum der wesentlich höhere Anteil an Omega 3 und die geringeren Kalorien- und Zusatzwerte auf.

So weit, so gut. Der große Nachteil: Bisher gibt es nur einen Anbieter und der vertreibt die Erbsenmilch ausschließlich in den USA. Die Öko-Marke "Ripple Foods" hat die Erbsenmilch selbst erfunden und zeigt sich vom Erfolg des Getränks überzeugt. Seit Anfang Mai gibt es eineinhalb Liter für umgerechnet € 4,50 beim US-Bio-Supermarkt "Wholefoods". Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis die vier Geschmackssorten (Original, ungesüßt, Vanille und Schokolade) auch ihren Weg in europäische Supermärkte (oder zumindest in einen Onlineshop) finden werden. In den USA soll die Erbsenmilch nämlich ausgesprochen gut ankommen.

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