Elektronische Fußfessel für französische Babys: Im Krankenhaus gegen Entführungen

Zwei Säuglinge in vergangenen 5 Jahren entführt Eltern können sich weigern, Gerät anbringen zu lassen

Ein Krankenhaus bei Paris wird erstmals in Frankreich elektronische Fuß- und Handfesseln für Babys einsetzen, um Entführungen zu verhindern. Wie das Klinikzentrum Le Raincy-Montfermeil mitteilte, werden seine Geburtsstationen ab März mit rund 40 solchen Geräten ausgestattet. Sie bestehen aus einem Armband und einem kleinen Kasten, die zusammen nicht mehr als 20 Gramm wiegen und Namen, Vornamen, Geburtsdatum und eine Gerätenummer speichern.

Sobald das Kind aus einem vorgegebenen Bereich entfernt wird, schlägt der Apparat Alarm. Dies gilt laut der Klinik auch, wenn versucht wird, das Gerät zu öffnen oder zu entfernen.

Gleichzeitig Videoüberwachung
In dem Großkrankenhaus gab es in den vergangenen fünf Jahren zwei Entführungen von Säuglingen. Eltern können sich laut der Krankenhausleitung weigern, das Gerät anbringen zu lassen. Gleichzeitig wird in der Klinik mit 2.000 bis 2.300 Geburten pro Jahr eine Videoüberwachung installiert; der Zugang zur Neugeborenenstation mit Zugangskarten beschränkt. In der Klinik der nordfranzösischen Stadt Le Havre ist ab 2008 ebenfalls die Installation eines solchen Systems geplant. Die Kosten liegen dort bei 150.000 bis 200.000 Euro.

(apa/red)