Kritik von

Eine Nacht in Venedig

Volksoper zeigt Strauß-Operette als pures Lustspiel mit Charme und Witz

Eine Nacht in Venedig © Bild: Volksoper/fotopalffy

Mit Johann Strauß’ Operette „Eine Nacht in Venedig“ demonstriert die Wiener Volksoper, dass sie in ihrer Kernkompetenz reüssieren kann. Hinrich Horstkotte zeigt die Verwechslungskomödie als pures Lustspiel, mit Charme und Witz, dem Sänger-Ensemble lässt sich nur Gutes nachsagen.

Johanna Arrouas (Ciboletta), von der Regie als Tölpelin überzeichnet, überragt stimmlich mit herrlich, klarem Sopran. Der asiatisch stämmige Tenor Vincent Schirrmacher (Herzog) gleicht eine eher bescheidene Ausstrahlung mit gut geführtem Tenor aus. Jörg Schneider (Caramello) gefällt darstellerisch und stimmlich, hervorragend Mara Mastalir (Annina). Michael Havlicek (Pappaconda) ist kein Bariton mit Durchschlagskraft, bewältigt den Maccaronikoch aber gefällig. Von Sera Gösch (Barbara) kann man nur Gutes berichten, ebenso von den Schauspielern Franz Suhrada, Wolfgang Hübsch und Gerhard Ernst.

Das Atout der Aufführung ist Alfred Eschwé. Der führt das Volksopernorchester zu Höchstleistungen, subtil, mit Finessen bringt er die Partitur in den wunderbarsten Farben zum Erstrahlen.

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