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Ein Jahr nach Erdbeben: Zahlreiche Erschütterungen in Italien

Serie mit Epizentrum Mittelitalien verursachte Schäden von 23 Milliarden Euro

In Italien haben sich in den Jahren 2016 und 2017 zahlreiche Erdbeben ereignet. Die Serie in Mittelitalien hat Schäden von 23 Milliarden Euro verursacht. Im Folgenden eine Chronologie der schwersten Erschütterungen:

Am 24. August 2016 wird Mittelitalien von einem Erdbeben der Stärke 6,2 erschüttert. Das Epizentrum liegt zwischen den Gemeinden Accumoli und Arquata del Tronto in den Regionen Latium und Umbrien, die komplett zerstört werden. Das Erdbeben ist von Neapel bis Kärnten zu spüren. Nach offiziellen Angaben kommen 299 Menschen ums Leben, die meisten im Ort Amatrice. 65.000 Menschen werden obdachlos.

Am 26. Oktober 2016 erschüttert ein Erdbeben der Stärke 5,4 mehrere Gemeinden in den Regionen Marken und Umbrien. Das Epizentrum liegt in Castelsantangelo sul Nera in der Provinz Macerata. Am späten Abend folgt ein noch heftigeres Beben der Stärke 5,5 mit Epizentrum in der Gemeinde Ussita in den Marken. Einige Menschen werden verletzt. In der Kleinstadt Tolentino erleidet ein Pensionist infolge der Erdbeben einen Herzinfarkt und stirbt. Es folgen Nachbeben mit Magnituden zwischen 3 und 4,5.

Am 30. Oktober 2016 zerstört ein Erdstoß der Stärke 6,5 mit Epizentrum in der Provinz Perugia die Gemeinden Norcia, Preci und Castelsantangelo sul Nera. Es ist das stärkste Beben in Italien seit jenem im süditalienischen Irpinien im Jahr 1980. Die Erschütterungen sind auch in Österreich zu spüren. Es gibt keine Todesopfer.

Am 18. Jänner 2017 ereignen sich vier Erdstöße der Magnituden 5 bis 5,5 mit Epizentrum in Montereale unweit der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila. Diese war bereits im April 2009 von einem Erdbeben mit 306 Todesopfern erschüttert worden. Der Einsatz der Rettungsmannschaften wird durch die schlimmsten Schneefälle der vergangenen 50 Jahre in der Region erschwert. Die Erdbebenserie löst eine Lawine am Gran-Sasso-Massiv aus, die das Vier-Sterne-Hotel Rigopiano verschüttet. Dabei kommen 29 Menschen ums Leben.

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