Brutaler Mordversuch in Niederösterreich:
17-Jähriger gesteht schreckliche Bluttat

Verdächtiger stach offenbar mit vier Messern zu Ermittler: Jugendlicher hat Verletzten "gefunden"

Brutaler Mordversuch in Niederösterreich:
17-Jähriger gesteht schreckliche Bluttat © Bild: APA/Oczeret

Der versuchte Mord an einem 18-Jährigen in Pöchlarn (Bezirk Melk) in der Nacht auf Samstag ist geklärt. Als tatverdächtig gilt jener 17-jährige Bekannte des Opfers, der den Schwerverletzten in seiner Wohnung "gefunden" hatte, berichtete Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich. Der Jugendliche hatte zunächst einen gemeinsamen Bekannten beschuldigt, schließlich aber die Tat gestanden, so der Ermittler. Er befindet sich in U-Haft.

Der Zustand des Opfers sei nach der Operation im St. Pöltener Spital stabil, aber lebensbedrohend. Neben einer Gehirnblutung wurden zahlreiche Messerstiche und -schnitte an Kopf, Oberkörper sowie den Beinen festgestellt. Durch Schnitte im Halsbereich und Stiche in die Brust seien auch Luftröhre und Lunge geöffnet worden.

Motiv: Opfer beschimpfte Mutter
Hintergrund für die Bluttat dürfte ein Streit im alkoholisierten Zustand gewesen sein. Er glaube, der 18-Jährige habe seine Mutter beschimpft, so der verdächtige 17-Jährige laut Polizei. Genau könne er sich aber nicht mehr erinnern.

Die beiden Burschen hatten seinen Angaben zufolge seit Freitagmittag in der Wohnung des Opfers gemeinsam reichlich Bier und Wein getrunken. Nach Mitternacht - vermutlich zwischen 2.00 und 3.00 Uhr - war es dann zu dem folgenschweren Streit gekommen. Der Jüngere soll den mit dem Rücken zu ihm stehenden Älteren auf die Bettbank gestoßen, sich auf ihn gekniet und seinen Kopf auf die Bank gedrückt haben.

Verdächtiger stach mit vier Messern zu
Mit einem Küchenmesser soll er dann mehrmals auf den 18-Jährigen eingestochen haben, bis die Klinge abbrach. Obwohl das Opfer bereits reglos dalag, soll er mit einem weiteren Messer noch einige Male auf den 18-Jährigen eingestochen und schließlich mit einer Eisenhantel mit aufgeschraubten Gewichten auf dessen Kopf eingeschlagen haben. Anschließend fügte er dem Wehrlosen noch mit einem dritten Messer mehrere Stiche zu.

Laut Ermittlern habe der Beschuldigte den 18-Jährigen dann in einen Abstellraum gezerrt und dort versucht, ihn mit einer Plastiktasche zu ersticken, was aber nicht gelang, weil diese zerriss. Daraufhin soll er ihm mit einem weiteren Küchenmesser noch massive Schnittverletzungen im Kehlkopfbereich zugefügt haben.

(apa/red)

Kommentare

Gangsterbubi Man gebe ihm starke Schuhbänder für ein stabiles Fensterkreutz.Dann kann er abtreten und wir haben keine Kosten mehr.

Seite 1 von 1