40 Jahre "Rumble in the Jungle"

Legendärer Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman feiert Jubiläum

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Den Gelüsten des Publikums kam Ali natürlich nicht nach. Dem damals 32-Jährigen war der WM-Titel 1967 aberkannt worden war, weil er den Kriegsdienst verweigerte hatte und sich nicht in den Vietnam-Krieg zwingen lassen wollte. Anfang der 1970er-Jahre musste er sich deshalb erst wieder nach oben arbeiten. Die fünfjährige Gefängnisstrafe brauchte er zwar nicht anzutreten, die Boxlizenz war ihm aber für drei Jahre entzogen worden.

Ali gegen Foreman 1974
© AFP/Getty Images Ali setzt zu einer Rechten an

Liebling der Massen vs. brutalen Schläger

Ali war dennoch der Liebling der Massen. Auch in Afrika. Da blieb Foreman nur die Rolle des Buhmannes. "Er war größer als der Präsident der Vereinigten Staaten, war der berühmteste Mensch der Welt", sagte Foreman der Zeitung "Welt am Sonntag" ehrfurchtsvoll über Alis Rolle. "Ich war dagegen ein brutaler Schläger."

Foreman wird in Zaire bejubelt
© AFP/Getty Images Der Liebling der Massen war George Foreman nicht

Die Begegnung als "Boxkampf des Jahrhunderts" in die Geschichte eingegangen. Dem neuen Weltmeister Ali und seinem Trainer Angelo Dundee wurde damals eine taktische Meisterleistung attestiert. Erst verschanzte sich Ali hinter einer Doppeldeckung und ließ zu, dass Muskelprotz Foreman sich austobte. Als der sieben Jahre jüngere Olympiasieger von 1968 mit seiner Kraft am Ende war, schlug Ali zu.

Ali gegen Foreman 1974
© -/AFP/Getty Images Muhammad Ali zieht triumphierend ab

Niederlage als Trauma für George Foreman

Noch Jahre später sei seine erste Niederlage, die er im 41. Profikampf hinnehmen musste, ein Trauma gewesen, gestand Foreman: "Er trieb mich in eine schwere Depression, raubte mir mein Selbstwertgefühl, meine Würde, meinen Stolz. Ich habe oft geheult. Es war das schlimmste Erlebnis meines Lebens."

Zum Jubiläum des Duells will Foreman seinen ehemaligen Kontrahenten besuchen. Der 65-Jährige ist gesundheitlich auf dem Posten. Ali, jetzt 72, bekanntermaßen nicht. Ob beide miteinander reden können, ist ungewiss. Die Parkinson-Krankheit lässt zuweilen nicht zu, dass Ali Worte formulieren kann. Verständigen können sich die beiden aber auch so. Auf Alis Großbild-Fernseher soll der legendäre Kampf erneut laufen. "In einer Endlosschleife", wie Foreman behauptet.

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