Grenzenlose Liebe von

Ich liebe einen Frauenmörder

Bilal M. tötete seine Freundin - Diese Österreicherin will ihn trotzdem heiraten

"Ich liebe einen Frauenmörder" © Bild: NEWS/Markus Deak

Es war ein lauer Sommertag. Damals, 1996 in Mainz. Auf einem Spielplatz lernen sie sich kennen. Die Österreicherin Linda (Name geändert)- und Bilal, der Anfang der 1990er-Jahre aus dem Libanon geflüchtet war. Über Italien in die Schweiz, bis hierher nach Deutschland. Beide haben sie kleine Kinder, kommen so ins Gespräch. "Ich war damals auf Besuch in Mainz", erzählt Linda - "Er war eine Urlaubsbekanntschaft. Ich hatte meinen Mann kurz nach der Geburt meines Sohnes verloren. Deswegen ging es mir zu diesem Zeitpunkt immer noch sehr schlecht. Ich habe mich ihm anvertraut. Er hat mich unterstützt, wir haben viel miteinander geredet. Das hat mir geholfen."

Die beiden verbringen ein paar Wochen zusammen, dann ist Lindas Urlaub in Deutschland zu Ende. Sie muss zurück in die Heimat. Der Kontakt bricht ab. "Fast 16 Jahre haben wir uns aus den Augen verloren. Aber ich habe ihn nie vergessen. Die beiden verbringen ein paar Wochen zusammen, dann ist Lindas Urlaub in Deutschland zu Ende. Sie muss zurück in die Heimat. Der Kontakt bricht ab. "Fast 16 Jahre haben wir uns aus den Augen verloren. Aber ich habe ihn nie vergessen."

Bilal M.
© NEWS/Markus Deak Bilal M.

Im Mai 2012 läutet plötzlich das Telefon der 47-Jährigen. "Private Nummer" zeigt das Display. Wer sich auf der anderen Leitung meldet, das überrascht die alleinerziehende Mutter. Es ist tatsächlich Bilal, der mittlerweile vom Islam zum Christentum konvertiert ist und sich nun Martin Maria nennt. Doch seine Sprechzeit ist begrenzt. Im Schnelldurchlauf erzählt er die letzten 16 Jahre seines Lebens: Den Umzug in die Schweiz, eine unglückliche Frauen-Bekanntschaft, den MORD. "Ich rufe aus dem Gefängnis an", sagt er schließlich leise. Zehn Jahre ist er zu diesem Zeitpunkt bereits in der Schweiz in Haft.

"Ich möchte ihn heiraten"

Seit diesem Anruf ist viel passiert. Auf einer Autobahnraststätte im Herzen Österreichs nippt die gelernte Büroangestellte an ihrem Soda. Vor ihr liegt ein Stapel Papier. Alles Unterlagen ihres Verlobten. Passkopien, Bleiberechtsanträge, Dokumente für ihre gemeinsame Hochzeit. "Ich möchte Martin heiraten", sagt Linda beim Treffen mit NEWS. Die dazu nötigen Papiere habe sie schon bei den zuständigen Schweizer Behörden eingereicht. Sobald wie möglich wird sie ihm im Gefängnis Pöschwies in der Nähe von Zürich das Ja-Wort geben. "Ich liebe ihn über alles. Er ist ein wunderbarer Mensch."

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare

giuseppeverdi melden

Ja ich bin auch dafür dass die beiden heiraten und dann beide sofort hinter Schloss und Riegel kommen - der Bilal oder wie der heißt wegen des Mordes, für den er ohnehin verurteilt worden ist im Gefängnis und die Linda in die Irrenanstalt wegen Unzurechnungsfähigkeit (es gilt die Unschuldsvermutung)

brauser49
brauser49 melden

Was muss der gut f.... koennen - ein paar Wochen, und sie verfällt in Exstase wenn er sie nach 16 J. aus dem Gefängnis anruft, Gottseidank aus einem Schweizer, so kostet er nicht unser Geld.
Frauen, unbekannte Wesen!

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Naja, was ist daran so sensationell ? Ein Mörder/Mörderin ist in der Regel eine Person wie jede andere. Nur halt mit dem Unterschied, in der Vergangenheit einen Mord begangen zu haben. Da ist bis auf wenige Ausnahmen kein prinzipieller Unterschied zu sonstigen Menschen. Wenn jemand meint das wäre nicht so und er könne keinen Mord begehen - so hatten die meisten Mörder bis kurz vor ihrer Tat auch von sich gedacht.....

bridschy melden

so ist es wieder auch nicht. Fast jeder in der Psyche gesunde, denkende Mensch hat eine Hemmschwelle Lebende zum Tod zu befördern. Auch bei massiven Ärger. Er kann ehe Ärgeres passiert, zurück stecken. Eine Glorifizierung dieser Menschen ist ein Seiltanz und kommt in der Regel durch eine nicht gelebte Beziehung zustande.

giuseppeverdi melden

UUUIII Wergznase Sie sind ja besser wie der "Pscho" Haller!

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Richtig, und bei fast jedem in der Psyche gesunden Menschen können die Umstände die Hemmschwelle überwinden lassen. Hat eine Person diese Hemmschwelle nicht, wäre sie ja auch nicht schuldfähig und dürfte nicht verurteilt werden. Was bei den meisten Menschen zutrifft ist, dass sie ausreichend Glück hatten nicht in Situationen zu geraten, in denen ihre Hemmschwelle überschritten werden würde.

brauser49
brauser49 melden

werg: NEIN, bei gesunden Menschen wird die Hemmschwelle NIE ueberschritten, wo lassen sie denken?

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