TV-Arzt im Talk von

Bergdoktor Hans Sigl
bittet in seine Ordination

Seit acht Jahren ist er der Arzt, dem die Seher vertrauen - NEWS traf ihn zum Gespräch

NEWS zu Besuch am Bergdoktor-Set © Bild: NEWS/Marcus E. Deak

Einfühlsam, geduldig - "Bergdoktor" Hans Sigl spielt seit mittlerweile acht Jahren den Arzt, den wir uns alle wünschen. So echt, dass die Fans nach Drehschluss bei ihm Rat und Trost suchen. Dabei hätte der gebürtige Steirer privat niemals den Arztberuf ergriffen. NEWS traf ihn auf dem Set der achten "Bergdoktor"-Staffel zum Gespräch.

NEWS: Sie spielen seit acht Jahren den Bergdoktor. Gehen Sie seither anders zum Arzt?
Hans Sigl: Das tue ich schon lange, denn ich habe meinen Zivildienst in Innsbruck im Spital gemacht und einige meiner Freunde sind Ärzte. Deshalb habe ich auch einen pragmatischeren Zugang zum Thema.

NEWS: Der Bergdoktor hat also privat keine Angst vor Spritzen oder dem Zahnarzt?
Sigl: Nein. Beim Zahnarzt schlafe ich beim Bohren meistens ein. Ich meditiere mit Atemübungen. Aber auch da sieht man, wie tief das Urbild des Arztes in uns allen sitzt. Kindern wird die Angst vor der Spritze eingeimpft und der Zahnarzt ist der vermeintlich Böse. Ich möchte beileibe kein Arzt sein.

NEWS zu Besuch am Bergdoktor-Set
© NEWS/Marcus E. Deak "Bergdoktor" Hans Sigl vor seiner Praxis

NEWS: Der Bergdoktor - ein Arzt den sich jeder wünscht, einer der auf den Patienten eingeht. Das ist nicht selbstverständlich.
Sigl: Die ganze medizinische Debatte - wo das alles hinführt, in welche Richtung es sich entwickeln wird - ist eine Katastrophe. Gerade beim Thema Pflegepersonal und Altenpflege. Auch, dass es Zweiklassen-Medizin und immer weniger Landärzte gibt. Bei den Allgemeinmedizinern gibt es aber noch genug, die sich Zeit für den Patienten nehmen. Bei meinem Hausarzt zum Beispiel komme ich unter einer Stunde nicht raus, weil wir immer ein Pläuschchen halten. Da kommt sicher hinzu, dass ich am Land lebe und dort die Betreuung nach wie vor persönlicher ist.

NEWS: Sind alternative Heilmethoden für Sie auch ein Thema?
Sigl: Definitiv. Ich verwende unter anderem Schüssler Salze. Wenn es damit nicht funktioniert, muss man ja so und so auf die Schulmedizin zurückgreifen. Als meine Kinder noch klein waren, habe ich aber immer zuerst mit Homöopathie gearbeitet.

NEWS zu Besuch am Bergdoktor-Set
© NEWS/Marcus E. Deak NEWS-Redakteurin Sandra Wobrazek in der Sprechstunde beim Bergdoktor

NEWS: Was halten Sie persönlich von Patientenverfügungen zu selbstbestimmtem Ende?
Sigl: Grundsätzlich hat der Mensch die Freiheit, selbst zu entscheiden. Das hat er aber auch in voller Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber zu tun. Es wird in dieser moralisch-ethischen Diskussion immer Grauzonen geben, und das zeigt, wie sehr der Mensch zum Glück nicht alles regeln kann. Ich werde selber eine solche Verfügung aufsetzen - um meine Selbstbestimmung zu erhalten.

NEWS: Wäre der Arztberuf im realen Leben je für Sie in Frage gekommen?
Sigl: Nein. Ich denke, das Maximum dessen, was ich dieser Branche abgewinnen konnte, war mein Zivildienst als Pflegehelfer. Wenn ich mich in den helfenden Dienst gestellt hätte, dann wäre das eher in einer psychologischen Richtung gewesen.

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