Bei Haiköderung vor der Küste Floridas:
Wiener Anwalt stirbt nach Hai-Attacke!

50-Jähriger wurde von einem Bullenhai angegriffen Als Todesursache wurde Verbluten festgestellt

Bei Haiköderung vor der Küste Floridas:
Wiener Anwalt stirbt nach Hai-Attacke!

Nach dem Hai-Biss mit tödlichen Folgen für einen 49-jährigen Wiener Anwalt auf den Bahamas sind die Untersuchungen nun abgeschlossen: Als Todesursache sei verbluten festgestellt worden, berichtete Außenministeriumssprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Fremdverschulden habe man ausgeschlossen - laut den Ermittlern handle es sich um einen Unfall, so der Sprecher. Über die Rückkehr der restlichen Urlauber aus Wien gab es keine Informationen.

"Der Leichnam ist freigegeben worden. Wir bemühen uns nun zusammen mit den Angehörigen um eine Überlieferung, wahrscheinlich noch diese Woche", sagte Launsky-Tieffenthal. Der 49-Jährige und acht Bekannte waren von Palm Beach mit einem Safariboot zu einer Haiköderung oder Haifütterung bei den Bahamas aufgebrochen. Bei einem Tauchgang war der Mann dann von einem Bullenhai ins Bein gebissen worden. Der 49-Jährige starb wenig später im Spital.

Frühzeitiger Rückflug
Der Rest der Gruppe wollte die geplante Urlaubswoche nicht mehr verbringen und hatte seine Rückflüge umgebucht. Wann sie in Wien landen, wurde nicht verlautbart: "Auf Wunsch der Betroffenen, um ihnen eine ruhige Ankunft daheim zu ermöglichen", so Launsky-Tieffenthal.

Der US-amerikanische Bootsbetreiber Jim Abernethy hatte den Hinterbliebenen in einem Mail seine Anteilnahme ausgedrückt. Der Vorfall tue ihm irrsinnig Leid, er müsse erst untersuchen, was schief gegangen sei, berichtete Leo Ochsenbauer vom Wassersportportal nullzeit.at, dem die Stellungnahme vorlag.

"Verkettung ungücklicher Umstände"
Es sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, so der Betreiber in einem E-Mail. Wie Ochsenbauer berichtete, bot Abernethy Touristen an, bei ihm gebuchte Touren kostenfrei zu stornieren. Laut Christine Gstöttner, Vizepräsidentin der Organisation "Shark Project", soll Abernethy einen guten Ruf genießen und ein verantwortungsvoller Anbieter solcher Touren sein.

Der Anwalt soll nach Angaben des nullzeit.at-Herausgebers wenig Taucherfahrung gehabt haben und ein so genannter "Urlaubstaucher" gewesen sein. Zuerst war angenommen worden, der Mann sei nach dem Hai-Biss zu rasch aufgestiegen und in Folge sei eine Lungenembolie mitausschlaggebend für den Tod des 49-Jährigen gewesen - was sich nun nicht bestätigte. (apa/red)