Ausschreitungen in Israel zu Yom-Kippur:
Straßensperren und Tränengas in Akko

Israelis greifen israelische Araber mit Steinen an Ministerpräsident Olmert ruft Bevölkerung zur Ruhe

Ausschreitungen in Israel zu Yom-Kippur:
Straßensperren und Tränengas in Akko

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen jüdischen und arabischen Israelis sind in der nordisraelischen Stadt Akko Dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menschen auseinanderzutreiben. Zahlreiche Autos wurden beschädigt, Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Zu Beginn des Yom-Kippur-Tags hatten jüdische Jugendliche ein Auto arabischer Israelis mit Steinen beworfen. Am höchsten Feiertag des jüdischen Kalenders ruht gewöhnlich der Verkehr.

Straßensperren und Tränengas
Nach Angaben eines lokalen Parlamentsabgeordneten mussten mehrere Dutzend Menschen mit Tränengas-Verletzungen behandelt werden. Schwere Verletzungen habe es aber nicht gegeben. Die Polizei errichtete Straßensperren.

Ministerpräsident Olmert rief alle Bevölkerungsgruppen zur Ruhe auf. "Wir müssen wachsam darauf achten, dass wir in Städten wie Akko in Koexistenz zusammenleben können", erklärte Olmert.

Die mittelalterliche Hafenstadt Akko am Mittelmeer ist bekannt als Stadt des friedlichen Zusammenlebens der Religionen in Israel. In der Stadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, lebten arabische und jüdische Israelis bisher friedlich nebeneinander; Synagogen und Moscheen stehen hier auf engem Raum nebeneinander.
(apa/red)