Auf den heißen Juli folgt der kalte August: Wenige warme Tage vermiesen den Sommer

Nur in Graz und Klagenfurt gab's einmal über 25 °C PLUS: Gleich nachschauen - So wird das Wetter!

Nachdem es im Juli vielerorts in Österreich heiß wie nie war, scheint es der August auf das Gegenteil angelegt zu haben. Die ersten zehn Tage haben laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gerade einmal je einen Sommertag in den Landeshauptstädten Graz und Klagenfurt gebracht. Wien, Eisenstadt, St. Pölten, Linz, Salzburg, Bregenz und Innsbruck war ein solcher Tag, der einen Mindesttemperaturwert von 25 Grad aufweisen muss, im heurigen August noch nicht vergönnt.

Nachdem der August im Vorjahr bereits mies verlaufen ist, droht heuer also gleich der nächste Ausfall. Rekordjahr war in dieser Hinsicht 1976, während im Hitzejahr 2003 überdurchschnittlich viele Sommertage erzielt wurden. In Wien gibt es - unter Berücksichtigung der Wetterdaten des ZAMG zwischen 1971 und 2000 - im August durchschnittlich 17 Sommertage.

In Anbetracht des trüben Monatsbeginns und der Wetterprognosen wird es schwierig, diesen Wert noch zu erreichen. 2003 gab es in der Bundeshauptstadt hingegen 30 Tage mit Temperaturen von 25 Grad und mehr. Dagegen waren es im vergangenen Jahr nur zwölf. Der Negativrekord wurde 1976 mit nur fünf Sommertagen aufgestellt.

Eisenstadt verbucht mit durchschnittlich 17,7 Sommertagen den höchsten Wert unter den Landeshauptstädten, davon hat man heuer (bisher 0) und 2005 (acht Sommertage) nicht viel gemerkt. Die Rekordwerte stammen wie in Wien aus den Jahren 2003 (30) und 1976 (4). In St. Pölten denkt man heuer ebenfalls gerne an die 27 Sommertage aus dem Jahre 2003 zurück, denen vier aus dem Jahr 1976 gegenüberstehen. Normalerweise kann sich der St. Pöltener auf 16,3 Sommertage im August freuen.

Linz und Salzburg, wo der August heuer bisher komplett ausließ, weisen auch sonst viele Gemeinsamkeiten auf. In beiden Städten gab es 1976 nur zwei Sommertage, 2003 waren es in Linz 29, in Salzburg 28. Auch der Mittelwert ist mit 15,1 (Linz) und 14,9 (Salzburg) nahezu ident. Innsbruck weist mit 26 Sommertagen (2003) den vergleichsweise niedrigsten oberen Extremwert auf, der Negativrekord stammt hingegen aus dem Jahr 1968 (3).

Alles anders ist in Bregenz. Die Vorarlberger Landeshauptstadt ist im August die kälteste Österreichs und weist im Mittel nur 10,9 Tage mit Temperaturen jenseits der 25 Grad-Grenze auf. Eisenstädter kommen somit in den Genuss von fast sieben Sommertagen mehr als Bregenzer. Für die Vorarlberger war bereits der vergangene August mit null Sommertagen ein Schlag ins Gesicht, heuer steht ebenfalls noch die Null. 2003 gab es dafür 28 der warmen Tage.

Auch die Grazer kennen das Schicksal mit der Null (1976), dafür wurden heuer am 8. August ebenso wie in Klagenfurt Temperaturen um die 25 Grad verzeichnet. Die Kärntner Landeshauptstadt hatte ihren Negativwert auch 1976 (1) erreicht, 2003 gab es wie in Graz 29 herrliche Sommertage.

(apa/red)