Angebliche Disko-Schlägerei: Verfahren gegen Christian Klien wurde eingestellt

Angaben des vermeintlichen Opfers nicht ausreichend

Das Verfahren gegen Formel 1-Fahrer Christian Klien wegen Körperverletzung wurde eingestellt. Nach Angaben des Leitenden Feldkircher Staatsanwalts Franz Pflanzner reichten die Angaben des vermeintlichen Opfers für eine Strafverfolgung nicht aus. Außer dem jungen Mann, der von Klien geschlagen worden sein will, sah niemand einen tätlichen Angriff des Vorarlberger Rennfahrers.

Ein 20-jähriger Lehrling hat Klien wegen Körperverletzung angezeigt, weil ihm dieser am 11. Februar in der Diskothek in Altach (Bezirk Feldkirch) mehrere Schläge auf die hoch gehobenen Hände und den Kopf versetzt haben soll. Der 20-Jährige begab sich zur Behandlung ins Spital, doch hat die Krankengeschichte laut Pflanzner keine Hinweise auf eine Körperverletzung ergeben.

Der junge Mann habe über Kopfschmerzen geklagt, diese zum Teil aber selbst auf seinen Alkoholkonsum zurückgeführt. Weitere Zeugen für die angebliche Attacke Kliens gab es trotz der Einvernahme zahlreicher Personen, darunter auch die Sicherheitsleute der Diskothek, nicht.

Klien selbst hat die Vorwürfe gegen ihn stets vehement bestritten und von Verleumdung gesprochen. "Ich war an keiner Schlägerei beteiligt. Folglich habe ich auch keinen Gast des Lokals verletzt", hielt Klien bei Bekanntwerden der Anschuldigung in einer "schriftlichen Klarstellung" an die Medien fest. Ob der Formel 1-Pilot seinerseits rechtliche Schritte unternehmen wird, ist nicht bekannt.

(apa/red)