Albino-Känguru von

Alberta wird Mama

Schokobrauner Nachwuchs lugt neugierig aus dem schneeweißen Beutel seiner Mutter

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    Alberta ist Mama

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    Alberta ist Mama

Das schneeweiße Albino-Känguru Alberta aus dem Vogelpark Marlow im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist Mutter geworden. Aus ihrem Beutel lugt ein schokobraunes Jungtier heraus. Offensichtlich hat die Mama das Albino-Gen nicht weitervererbt. Und das ist auch gut so, denn Albinos haben in der Natur keine allzu großen Überlebenschancen.

Albinos haben es in freier Wildbahn schwer. Ihre roten Augen und ihr weißes Fell machen sie empfindlich gegen Sonnenstrahlen, wie die Sprecherin des Vogelparks Franzi Zöger berichtet. Auch Albertas Verhalten ist durch ihr außergewöhnliches Aussehen geprägt: "Sie hält sich mehr im Schatten auf als die anderen Kängurus."

Eins von 10.000
Nur eins von 10.000 Kängurus werde als Albino geboren. Seit ihrer Geburt im vergangenen Jahr in Marlow ist die weiße Alberta die Attraktion des Parks. In der Wildnis wäre sie durch ihr auffälliges Fell ein leichtes Opfer gewesen. Im Vogelpark sei sie behütet in einer großen Gruppe von elf Bennetkängurus aufgewachsen.

Liebevolles Glucken-Känguru
Die junge Mutter ist der Parksprecherin zufolge noch ein wenig überfürsorglich und lässt ihr Junges sehr selten aus dem Beutel. Das Kleine sei schon etwa fünf Monate alt. "Es nutzt jede Chance, sein Näschen an die frische Luft zu strecken oder Gras zu futtern", sagte Zöger. Känguru-Babys bleiben bis zu neun Monate bei der Mutter und werden gesäugt.