Affären von

Untreu durch Müdigkeit

Neue Studie zeigt: Menschen mit Schlafmangel sind eher gefährdet fremdzugehen

Paar im Bett © Bild: Thinkstock/iStockphotos

Wer zu wenig schläft, wird leichter zum Betrüger. Diese These wurde nun in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen. Grund für die erhöhte Bereitschaft zum Seitensprung ist ein durch Schlafdefizit in Mitleidenschaft gezogenes Hirnareal. Dieses ist eigentlich für Selbstbeherrschung zuständig.

Menschen mit Schlafmangel weisen eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, ihre Partner zu betrügen. Zu diesem Schluss kommt Christopher Barnes von der University of Washington's Foster School of Business. Grund für das erhöhte Risiko ist das durch Schlafdefizit betroffene Hirnareal (der präfrontale Cortex), zuständig für Selbstbeherrschung, was in weiterer Folge zu falschen Entscheidungen führen kann. Dieses Areal wird durch Glukose angetrieben, die jedoch bei Schlafmangel reduziert wird und das Widerstehen einer Versuchung verhindert. Nur ein Mangel von 22 Minuten kann schon zu einem Seitensprung verleiten.

Gefährlicher Schlafentzug

"Das Ergebnis ist durchaus glaubwürdig. Schlafentzug wird beispielsweise auch als Foltermethode angewandt, um Geständnisse von mutmaßlichen Tätern zu bekommen. Wenn jemand an Schlafentzug leidet, kommt es oft zu Gereiztheit, Aggression sowie Über- und Unterbewertung von Schmerzempfinden", erklärt Sexualtherapeutin Gabriele Maurer-Waitschacher vom Kärntner Institut für Sexualtherapie. Auch der altbekannte Leitspruch "Schlaf noch einmal darüber" signalisiert den Bedarf, sich durch die Ruhephase zu der jeweiligen Situation Distanz zu verschaffen und richtige Entscheidungen zu treffen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Fraglich ist jedoch, ob die Studie auf Frauen und Männer zu gleichen Teilen zutrifft, da das Geschlecht der Probanden nicht explizit erwähnt wurde. Die Korrelation von Libido und Schlafmangel hängt nämlich durchaus vom Geschlecht des Betroffenen ab. "Frauen brauchen für sexuelle Aktivitäten ein wenig Ruhe und Harmonie. Männer hingegen können auch unter enormen Stress noch Verlangen entwickeln beziehungsweise gezielt sexuellen Aktivitäten nachgehen, um wieder ruhiger zu werden", sagt die Expertin. Frauen benötigen also Zeit, sich vom alltäglichen Stress und Druck zu befreien. Bei Männern ist genau das Gegenteil der Fall, denn diese benötigen Sex, um sich entspannen zu können. "Das ist teilweise schwierig kompatibel", führt Maurer-Waitschacher aus.

Männer flüchten aus Triade

Ob Schlafmangel auch Grund für das Davonstehlen mancher Männer einige Zeit nach der Geburt ihres Kindes ist, das sie häufig des Schlafes beraubt, bezweifelt die Sexualtherapeutin. "Das hat vielmehr mit der Verwandlung aus der Dyade in eine Triade zu tun. Die Sexualhormone der Mutter werden während der Stillzeit gesenkt", so Maurer-Waitschacher. Die Väter würden in die zweite Reihe gedrängt, was manchmal zu ihrem Flüchten führe.

Kommentare

jetzt ist für mich alles kalr....warum polizisten so gern fremdgehen....ist eine erklärung dafür ;-)...also alle polizistenfrauen aufgepasst.....ist nur die reine wahrheit....diese berufsgruppe findet man auch auf diversen internetplattformen...

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