Abtreibungsgegner sorgen für Skandal: Vergewaltigung in Broschüre "verharmlost"!

"Jugend für das Leben" ruft zu Lugner-Boykott auf UMFRAGE: Was halten Sie vom Abtreibungs-Folder?

Abtreibungsgegner sorgen für Skandal: Vergewaltigung in Broschüre "verharmlost"!

Im Zusammenhang mit dem sexualmedizinischen Zentrum "VenusMed" in der Wiener Lugner City sorgt nun eine Broschüre von Abtreibungsgegnern für Aufregung. In einem Folder, der einem Spendenaufruf der Gruppe "Jugend für das Leben Österreich" beiliegt, ist die Aussage "Die Vergewaltigung hätte ich noch verkraftet - aber die Abtreibung war zuviel" zu lesen.

"VenusMed" wurde Anfang Februar in der Wiener Lugner City eröffnet, etwa 100 Abtreibungsgegner fanden sich damals zu Protesten im Einkaufstempel ein. Nun wurde eine Broschüre an die Bewohner des 15. Wiener Gemeindebezirkes gesandt, in der zu einem Boykott der dort ansässigen Lugner City aufgerufen wird. In dem beiliegenden Brief wird der Empfänger dazu aufgefordert, sowohl Lugner City als auch Lugner Kino nicht mehr zu besuchen, "solange in der Lugner City Abtreibungen durchgeführt werden".

Neben einem Spenden-Erlagschein für den in Linz ansässigen Verein ist der Postsendung auch ein Folder beigelegt, in dem die Entwicklung eines Embryos beschrieben wird. Daneben sind Zitate zu lesen, die offenbar von Frauen stammen sollen, die Abtreibungen durchgeführt haben ( hier ansehen ). Auf Rückfrage bei "Jugend für das Leben" wurde versichert, dass es sich dabei um authentische Zitate handle, genauere Informationen gab es dazu vorerst aber nicht.

Im sexualmedizinischen Zentrum "VenusMed" werden neben Sexualtherapien, Beratungen und diversen Impfungen auch Schwangerschaftsabbrüche angeboten. Kritiker wie "Jugend für das Leben" mokieren sich darüber, dass Abtreibungen durch die örtliche Nähe zu "Kino und Kaffehaus" als "Alltagsgeschäft" abgewickelt werden.

(red)