17-Jährige in Neuer Donau ertrunken:
Jugendliche im Krankenhaus verstorben

Wien: Unglück ereignete sich nahe Reichsbrücke Bereits zweites Todesopfer innerhalb kurzer Zeit

17-Jährige in Neuer Donau ertrunken:
Jugendliche im Krankenhaus verstorben © Bild: APA/Oczeret

Zwei Personen sind innerhalb von 24 Stunden beim Schwimmen in der Neuen Donau in Wien ums Leben gekommen. Eine 17-jährige Wienerin ist bei der Copacagrana untergegangen. Sie wurde nach 30 Minuten geborgen und starb in der Nacht im AKH. Tags davor, geriet ein 27-jähriger Afghane in Schwierigkeiten und versank. Der Mann wurde leblos aus dem Wasser gezogen, berichteten Polizei und Feuerwehr.

Die junge Wienerin war gegen 17.20 Uhr mit zwei Freundinnen in der Neuen Donau schwimmen, als sie aus ungeklärten Gründen plötzlich im Wasser verschwand. Zeugen versuchten nach der Jugendlichen zu tauchen, gefunden wurde sie schließlich von einem Feuerwehrtaucher, der gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 9 an der Unglücksstelle eingetroffen war.

Die Helfer fanden die 17-Jährige in unmittelbarer Nähe des Stiegenabganges in einem Meter Tiefe. Nach 35-minütiger Reanimation wurde die Verunglückte ins AKH geflogen, wo sie in der Nacht starb. Eine Freundin der 17-Jährigen brach während des Einsatzes zusammen. Sie wurde psychologisch betreut.

Wenig später, um 20.00 Uhr entdeckten Taucher der Wasserrettung die Leiche eines 27-jährigen Afghanen, der bereits am Tag zuvor verunglückte und mehr als 24 Stunden gesucht wurde. Der Schwimmer wollte mit einem Begleiter unweit der Brigittenauer Brücke die Neue Donau durchqueren. Bevor er unterging, soll er noch "Hilfe, ich ertrinke!" gerufen haben. Die Suche am Unfalltag blieb aufgrund der Strömung und der schlechten Sicht erfolglos.

(apa/red)