107 Bergleute bei Grubenunglück in Sibirien
getötet: Kaum Hoffnung für drei Vermisste

Putin rief heute nationalen Trauertag in Russland aus Zwischenfall in Nachbarzeche, 370 Leute geflüchtet

107 Bergleute bei Grubenunglück in Sibirien
getötet: Kaum Hoffnung für drei Vermisste

Nach dem schweren Unglück in einem sibirischen Bergwerk ist die Hoffnung gering, noch Überlebende retten zu können. Nach Angaben der Rettungskräfte würden noch drei Menschen unter Tage vermisst. Insgesamt wurden 107 Leichen geborgen. 93 Arbeiter überlebten das Unglück. Nach offiziellen Angaben war eine Methangas- oder Kohlestaubexplosion die Ursache.

Die Suche nach den drei Vermissten dauerte an, wurde aber durch dichten Rauch und zum Teil eingestürzte Stollendecken massiv erschwert.

Nationaler Trauertag in Russland
Nach dem Grubenunglück und dem Brand in einem Seniorenheim im Süden des Landes gedenkt Russland am heute mit einem nationalen Trauertag der Toten. Präsident Wladimir Putin hatte die Staatstrauer angeordnet. Bei den beiden Unglücken und einem Flugzeugabsturz bei Samara in der Wolga-Region kamen insgesamt mindestens 175 Menschen ums Leben.

Alle Behörden wurden angewiesen, die Fahnen auf halbmast zu setzen. Nach jüngsten Angaben wurden bei dem Grubenunglück mindestens 107 Menschen getötet, 93 Kumpel wurden gerettet. Die Bergungsarbeiten dauerten an. Bei dem Brand in dem Seniorenheim starben in mindestens 62 Menschen.

Neuer Zwischenfall im Nachbarbergwerk
Nur einen Tag nach dem schwersten russischen Grubenunglück seit über 40 Jahren hat es auf einer Nachbarzeche einen neuen Zwischenfall gegeben. Wie die Behörden mitteilten, mussten bereits 370 Bergleute aus dem Schacht flüchten, nachdem ein entgleister Waggon ein Stromkabel durchtrennt hatte. Dies hatte zu einer starken Rauchentwicklung geführt.

Die Zeche gehört derselben Betreiberfirma wie der Unglücksschacht Uljanowskaja.

(apa/red)