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Von den Dolomiten nach Österreich: Die einsame Reise des Wolfs Mirco

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++ ARCHIVBILD ++ Hartes Vorgehen gegen Wölfe
Ein junger Wolf hat innerhalb eines Monats Hunderte Kilometer durch die Alpen zurückgelegt und dabei Italien und Österreich durchquert. Das Tier mit dem Namen Mirco hatte sein Rudel in den Dolomiten der Provinz Belluno in der Region Venetien verlassen und wird seitdem per GPS-Halsband wissenschaftlich überwacht. Aktuell befindet er sich offenbar im Tiroler Zillertal.

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Der rund zwei Jahre alte und etwa 31 Kilogramm schwere Wolf verließ Anfang Mai sein Herkunftsrudel im Nationalpark der Belluneser Dolomiten. Die Trackingdaten zeigen eine schnelle und weiträumige Wanderung: Mitte Mai wurde Mirco im Cadore lokalisiert, später in der Nähe von Innichen in Südtirol. Anschließend überquerte er die Grenze nach Österreich, wo er sich mehrere Wochen aufhielt. Junge Wölfe verlassen oft ihr Rudel, um ein eigenes Territorium zu suchen, berichten Experten.

Derzeit ist der Wolf nach Angaben der Forscher im Zillertal "aufhältig". Zwischenzeitlich kehrte er erneut kurz nach Südtirol zurück, bevor er wieder ins österreichische bzw. Tiroler Gebiet wechselte. Das Tier wird im Rahmen eines Forschungsprojekts gemeinsam vom Nationalpark Belluneser Dolomiten, der Universität Sassari und der Provinz Belluno überwacht. Ziel ist es, die Bewegungsmuster von Wölfen im Alpenraum besser zu verstehen und Erkenntnisse über die Ausbreitung der Population zu gewinnen.

Den Forschern zufolge liefert die Beobachtung von Mirco wichtige Erkenntnisse über das Verhalten und die Verbreitung von Wölfen im Alpenraum. "Nur wenn wir das Verhalten und die Verbreitung der Wölfe kennen, können wir ihre Präsenz in den Alpen bestmöglich steuern", sagte Ennio Vigne, Kommissar des Nationalparks Belluneser Dolomiten. Der Schutz wild lebender Tiere sei "ein grundlegendes und unverzichtbares Instrument", um sowohl den Erhalt der Wolfspopulation als auch das Zusammenleben mit menschlichen Aktivitäten zu gewährleisten, sagte Vigne weiter.

Auch Marco Staunovo Polacco, Präsident der Provinz Belluno, hob die Bedeutung des Informationsaustauschs zwischen dem Nationalpark und der Provinzverwaltung hervor. Dieser ermögliche eine bessere Beobachtung und Steuerung der Wolfspopulation im gesamten Provinzgebiet. Die Wanderung von Mirco zeige, dass sich die Tiere weit über die Grenzen hinaus bewegten.

In Österreich und speziell in Tirol wurden dem Raubtier Wolf in den vergangenen Jahren zunehmend die Daumenschrauben angelegt - zum Schutz der landwirtschaftlichen Betriebe und auch der Bevölkerung, wie die politisch Verantwortlichen erklärten. Beklagt wurden und werden viele Risse bei Nutztieren. In Tirol etwa werden regelmäßig Abschussverordnungen erlassen - vor allem nach Schafsrissen.

ARCHIV - 12.02.2026, Baden-Württemberg, Cleebronn: Ein Wolf läuft durch ein Gehege (zu dpa: «Zahl der Wolfsrudel in der Schweiz gestiegen») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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