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Rad-Star Vingegaard hatte nach Sturz Todesangst

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Vingegaard hatte nach Sturz im April Todesangst
©APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON
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Radsport-Star Jonas Vingegaard hatte nach seinem schweren Sturz im April Todesangst und dachte an das Ende seiner Karriere. "Es war so schlimm, dass ich dachte, ich würde sterben", sagte der Däne am ersten Ruhetag der Tour de France in Orléans. "Und als ich da lag, dachte ich, wenn ich das überleben sollte, dann höre ich mit dem Radsport auf. Doch nun sitze ich hier."

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Vingegaard war bei der Baskenland-Rundfahrt am 4. April in einer Abfahrt schwer gestürzt. Der Tour-Titelverteidiger brach sich ein Schlüsselbein, mehrere Rippen und einen Finger. Das größte Problem stellte jedoch seine punktierte Lunge dar. Aktuell ist Vingegaard Dritter der Gesamtwertung, vom führenden Slowenen Tadej Pogacar trennen ihn nach neun von 21 Etappen 1:15 Minuten. Er sei einfach froh, nach nur eineinhalb Monaten Vorbereitung überhaupt auf dem Niveau bei der Tour zu sein.

Die Gedanken an ein mögliches Karriereende waren flüchtig, aber sehr klar. Vor allem, weil der Sturz auch seine Ehefrau Trine Hansen sehr mitnahm. "Meine Familie war immer für mich da und hat mich sehr unterstützt. Aber ja, Trine dachte auch, ich würde sterben, als ich da am Boden lag", sagte der 27-Jährige.

Langsamer auf den Abfahrten ist Vingegaard nach eigenen Angaben dennoch nicht. Allerdings bedurfte es etwas Überwindung, wieder dieselben Risiken wie vor seinem Sturz einzugehen. "Ich denke, ich bin darüber hinweg", sagte Vingegaard. "Es war eine Herausforderung für mich, aber nun denke ich, dass ich keine Probleme mit Abfahrten habe."

Der aktuelle Tour-Leader Tadej Pogacar schenkt Vingegaards Aussagen über eine im Vergleich zum Vorjahr schwächere Form nicht viel Glauben. "In dem Moment, in dem klar war, dass er die Tour fährt, wusste ich, dass er bei 100 Prozent ist. Sie spielen das alles nur herunter. Sie spielen dasselbe Spiel wie im Vorjahr", meinte der Slowene am Montag. In der 2023er Version der Tour fuhr Vingegaard in der Schlusswoche an zwei Tagen letztlich sieben Minuten Vorsprung auf Pogacar heraus. Ein Szenario, das sich nicht wiederholen soll.

"Ich habe mehr Vertrauen in mich als im vergangenen Jahr. Ich habe das Gelbe Trikot, was sich gut anfühlt. Ich fahre einfach mein eigenes Rennen", sagte Pogacar. Er wundert sich über die Taktik seines großen Rivalen. "Er schaut nur auf mich. Wenn ich hinten fahren würde, würde er auch hinten fahren. Das ist gerade die Dynamik des Rennens. Ich denke, er hat ein wenig Angst." Nach neun Etappen liegt Pogacar 1:15 Minuten vor Titelverteidiger Vingegaard, der Dritter ist. Dazwischen liegt der Belgier Remco Evenepoel auf Platz zwei, sein Rückstand beträgt 33 Sekunden.

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