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Österreicher im Europavergleich bei KI weniger optimistisch

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Menschen in Österreich vergleichsweise KI-kritisch
©APA/APA/dpa/Peter Steffen
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Digitale Technik und Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) durchdringen die Gesamtgesellschaft, Arbeits- und Unternehmenswelt zunehmend. Eine Studie zeigt nun, dass die Anwendung von KI-Tools und -Systemen in Österreich im westeuropäischen Vergleich leicht unterdurchschnittlich ausgeprägt ist. 69 Prozent haben KI-Erfahrung, während es in Westeuropa 72 Prozent sind. Beim Optimismus rund um KI ist die Alpenrepublik laut Unternehmensberatung EY allerdings Schlusslicht.

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Während europaweit 23 Prozent KI als sehr vielversprechend einschätzen und weitere 53 Prozent als eher vielversprechend, sind die in Österreich Befragten viel konservativer, besagt die Untersuchung "European AI Barometer" der Unternehmensberatung EY. Nur 16 Prozent sind umfassend positiv gestimmt, weitere 52 Prozent moderat. Österreich bildet somit unter den neun befragten westeuropäischen Ländern (neben Österreich Italien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande) das Schlusslicht. Auch die beiden anderen deutschsprachigen Länder Deutschland und Schweiz sind mit jeweils 18 Prozent sehr positiv Gestimmten etwas offener gegenüber KI.

Befragt wurden 4.700 arbeitnehmende Menschen in Westeuropa, davon 515 aus Österreich. Hierbei kam westeuropaweit auch zum Vorschein, dass KI von den Menschen eher im Privatleben (38 Prozent) als am Arbeitsplatz (12 Prozent) genutzt wird. 23 Prozent nutzen laut Gesamterhebung KI für beide Zwecke. Ähnliches gilt für Österreich. Spitzenreiter ist Spanien: 84 Prozent der dort Befragten sind bereits mit KI vertraut.

Während manche Unternehmen noch ganz am Anfang stehen, gestalten andere den KI-Prozess federführend mit, besagt das "AI Barometer" weiter. Oft werden neueste Tools erst in der Management-Ebene ausprobiert. Immerhin 84 Prozent der befragten Führungskräfte in Europa gaben an, bereits in Kontakt mit KI gekommen zu sein. In Österreich waren es nur 78 Prozent. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ohne Führungsverantwortung liegt der Anteil deutlich darunter bei 67 Prozent (65 Prozent in Österreich).

Auch Männer haben häufiger Erfahrung mit KI-Anwendungen als Frauen. Hier tut sich die Schere in Österreich auch weiter auf, als im Europa-Durchschnitt. "Hierzulande nutzen weniger als zwei von drei Frauen KI, bei den Männern sind es drei Viertel", so Susanne Zach, Digital-Expertin bei EY Österreich. Besonders wichtig sei es, Rahmenbedingungen und ein Regelwerk für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen zu schaffen.

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