Zwölfjährige brachte Buben zur Welt: Eltern
und Freund drohen polizeiliche Ermittlungen

Schwangerschaft verborgen: Starke Bauchschmerzen Ihre Eltern wussten angeblich nichts von dem Kind

Ein erst zwölf Jahre altes Mädchen hat in Hamburg ein Kind zur Welt gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr haben die junge Mutter und ihr 2.830 Gramm schwerer Sohn die Entbindung gut überstanden und sind wohlauf. Sowohl den Eltern, als auch dem 17-jährigen Freund des Mädchens und dessen Eltern drohen nun polizeiliche Ermittlungen.

Das Mädchen hatte in der Früh über starke Bauchschmerzen geklagt und war gegen 2.00 Uhr im Krankenwagen zum Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gefahren worden. Dort stellten die Ärzte eine Schwangerschaft fest und registrierten, das das Mädchen unmittelbar vor der Geburt eines Kindes stand. Weil in der Kinderklinik kein Kreißsaal vorhanden ist, wurde das Mädchen dann in das katholische Marienkrankenhaus verlegt, wo der kleine Bub zur Welt kam.

Ermittlungen gegen Freund und Eltern
Den Eltern der erst zwölfjährigen Mutter drohen polizeiliche Ermittlungen. "Wir prüfen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft, ob ihnen ein strafrechtlicher Vorwurf wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht zu machen ist", sagte der Sprecher der Hamburger Polizei, Andreas Schöpflin, der "Welt am Sonntag". Bisher wurde lediglich gegen den 17-jährigen Freund des Mädchens wegen Missbrauchs eines Kindes ermittelt.

Die Eltern des Mädchens wussten zwar von der Beziehung des Mädchens zu dem 17-Jährigen, angeblich aber nicht von der Schwangerschaft.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer hält das für wenig glaubhaft. "So wie sich die Eltern bisher geäußert haben, liegt eine indirekte Mitwisserschaft nahe", sagte er der Zeitung zufolge. Wenn richtig sei, dass das Mädchen bei dem 17-Jährigen übernachtet habe, was dieser behaupte, dann müsse auch gegen die Eltern des Burschen ermittelt werden, sagte Pfeiffer demnach. (apa/red)