Zwist nach EURO vorprogrammiert: Rückbau
von Wals-Siezenheim sehr unwahrscheinlich

Anrainer-Initiativen wurde Rückbau versprochen

Zwist nach EURO vorprogrammiert: Rückbau
von Wals-Siezenheim sehr unwahrscheinlich

Geht es nach den EURO-2008-Verantwortlichen in der Mozartstadt, dann soll Red Bull Salzburg das Stadion Wals-Siezenheim im Herbst in der Champions League für die EURO 2008 testen. Eher unwahrscheinlich ist und bleibt aber, dass der moderne Fußball-Tempel nach der Heim-EM - wie mit den Anrainern eigentlich vereinbart - auf die ursprüngliche Größe zurückgebaut wird.

Das 46 Millionen Euro teure Stadion fasst zur Zeit 16.500 Zuschauer und wird den UEFA-Bestimmungen entsprechend auf 30.000 Sitzplätze plus 900 Presse-Plätze aufgestockt bzw. ausgebaut. Dieser Umbau kostet 20 Mio. Euro inklusive zwei Mio. für ein Pressezentrum und Räumlichkeiten für die UEFA-Funktionäre. Für den Rückbau müssten noch einmal vier Mio. Euro in die Hand genommen werden, erklärte Landesbaudirektor Alfred Denk, gleichzeitig Mitglied der Stadion-Veranstaltungsgesellschaft, auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur.

"Sowohl für Olympia 2014 als auch für Red Bull wird das aufgestockte, fast doppelt so große Stadion notwendig sein. Andererseits ist die Baugenehmigung für die Erweiterung nur provisorisch, den Anrainer-Initiativen ist der Rückbau versprochen worden. Da sind intensive Nachverhandlungen nötig, und die Landesregierung wird um heikle Entscheidungen wohl nicht herum kommen", erklärte Denk. Seit März 2006 wird an der Vergrößerung des Stadions inklusive eigenem Fluchtwege-System und gemieteten Parkflächen gearbeitet, im Mai 2007 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. (apa)