Zwischen zwei Welten: Bullen nach Traum- start in die Liga jetzt auf Europacup-Bühne

Von Ried und Altach jetzt zum Schweizer Meister Neben Salzburg Pasching & Mattersburg ungeschlagen

Red Bull Salzburg kann mit viel Selbstvertrauen in die Champions-League-Qualifikation am Mittwoch beim FC Zürich gehen. Die neu formierte und kräftig aufgerüstete Mannschaft der Star-Trainer Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus ist mit zwei sicheren Siegen (3:0 in Ried und 2:0 in Altach) in die T-Mobile Fußball-Bundesliga gestartet und untermauerte mit der Tabellenführung gleich zu Saisonbeginn seine Favoritenrolle. Superfund Pasching (2:0 gegen Austria) und überraschend SV Mattersburg (2:0 beim GAK) folgen ebenfalls noch ohne Punktverlust.

Die Salzburger erledigten die beiden unangenehmen Aufgaben bei den kampfstarken Innviertlern und beim hoch motivierten Aufsteiger souverän. Im Vorjahr gab es aus den ersten fünf Auswärtsspielen nur einen Punkt, nun sind es schon sechs. Chefcoach Trapattoni ist mit der Entwicklung entsprechend zufrieden, "weil es in der letzten Zeit mit dem Medienrummel und der bevorstehenden Champions League ein bisschen viel war. Langsam versteht die Mannschaft, was ich von ihr will."

Auch Matthäus zeigte sich erfreut, nachdem der einzige Österreicher in der Start-Elf, Rene Aufhauser (36.), und Alexander Zickler mit seinem vierten Saisontreffer (43./Elfmeter nach Schwalbe von Vonlanthen) den zweiten Sieg fixiert hatten. "Wir waren abgeklärter, haben getan, was nötig war. Die Mannschaft hat ihr Pensum runtergespielt, hat sehr gut nach hinten gearbeitet. Die Spieler stehen ihren Mann, auch wenn sie nicht voll gefordert werden." Das wird sich wohl am Mittwoch ändern, wenn das Star-Ensemble vor der ersten internationalen Bewährungsprobe steht. Beim Schweizer Meister FC Zürich soll in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League der erste Schritt Richtung europäische Königsklasse gemacht werden.

Zwei Spiele, null Punkte für Aufsteiger Altach
Altach steht dagegen nach zwei Runden noch ohne Punkt da. Michael Streiter ärgerte sich wieder über "zwei Tore aus dem Nichts", gegen Salzburg waren aber ohnehin nicht unbedingt Punkte eingeplant. "Kleine Fehler sind relativ hart bestraft worden. Gerade gegen Salzburg ist das aber kein Beinbruch, unsere Gegner kommen erst. Für mich geht es darum, die neuen Spieler zu integrieren und dafür zu sorgen, dass die Mannschaft nicht mehr so respektvoll auftritt."

Viel Respekt haben sich Pasching und Mattersburg erkämpft. Pasching startete zum zweiten Mal nach 2002 mit zwei Siegen in die Saison, Mattersburg verzeichnete den besten Start in der T-Mobile Liga. "Sie können noch viel besser spielen. Wir haben eine junge Mannschaft und müssen hart weiterarbeiten", gab sich der neue Pasching-Trainer Milan Djuricic aber zurückhaltend. Routinier Michael Baur hob jedenfalls die positive Einstellung hervor: "Wir haben den Sieg mehr gewollt als die Austria."

Mattersburg schon sieben Spiele ohne Niederlage
Die Burgenländer setzten ihre starke Serie, die sie in der Vorsaison begonnen haben, auch gegen den GAK fort und sind nun schon sieben Meisterschaftsspiele in Serie ohne Niederlage. "Ich bin sehr glücklich. Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner, wie ich glaube, verdient gewonnen. Aber wir wissen, dass wir oben auf Dauer nicht mitspielen können", sagte Trainer Franz Lederer, der sich auf kommende Woche freut. Da geht es für Mattersburg zunächst gegen den englischen Champions-League-Finalisten Arsenal, am Freitag sind die Burgenländer erstmals bei einer Europacup-Auslosung dabei. Lederer: "Arsenal ist auch eine Belohnung für unsere Fans und am Freitag hoffen wir auf ein gutes Los im UEFA-Cup."
(apa/red)