Zwischen Liebe und Selbstmord: 'Der
Film, der das Embargo gegen Kuba bricht ...'

'Cuba's Love & Suicide' glänzt mit großartigen Bildern Breitenseer Lichtspiele: Regelmäßige Sneak Previews

Zwischen Liebe und Selbstmord: 'Der
Film, der das Embargo gegen Kuba bricht ...' © Bild: Sneak Eye Pictures

Ein amerikanischer Tourist reist nach Kuba, um seinen "Plan", sich das Leben zu nehmen, in die Realität umzusetzen. Doch mithilfe eines freundlichen Taxifahrers und einer hübschen weiblichen Bekanntschaft beginnt er wieder Lebensfreude zu entwickeln.

Das ist grob zusammengefasst der Inhalt von "Cuba's Love & Suicide", dem Film, der das US-Embargo gegen Kuba insofern gebrochen hat, als dass er der erste und bisher einzige Spielfilm ist, der in den letzten 50 Jahren von amerikanischen Filmemachern im Castro-Reich gedreht wurde.

In semidokumentarischen, teils großartigen Bildern versucht Regisseurin Lisa France Authentizität zu vermitteln, scheitert aber an überfrachteter Symbolik, wenn sich etwa Hauptfigur Tomas in betrunkenem Zustand minutenlang von den Meereswellen anpeitschen lässt. Zudem wirkt der innere Konflikt von Tomas oft gekünstelt, was der Kernessenz des Films, dem Wiederentdecken des Lebensmutes, die Kraft nimmt.

Fazit: Ein ambitionierter Versuch, die Abgründe menschlicher Seelen mit der positiven Einstellung der kubanischen Bevölkerung, das Beste aus dem Leben zu machen, zu verknüpfen. Leider nicht ganz gelungen.

Premiere feierte "Cuba's Love & Suicide" am 26. September 2008 in den Breitenseer Lichtspielen in Wien. Dort werden auch in den nächsten Wochen jeden Freitag um 20.30 Uhr Sneak Previews in Originalfassung aufgeführt.

Breitenseer Lichtspiele

(red)