Zweite Black-Box aus AF-Wrack geborgen:
Neue Erkenntnisse über den Absturz erhofft

Experte: Flugschreiber befindet sich in guten Zustand Rätselraten nach Air-France-Crash vor zwei Jahren

Zweite Black-Box aus AF-Wrack geborgen:
Neue Erkenntnisse über den Absturz erhofft © Bild: APA/EPA/BEA

Warum stürzt ein voll besetzter Air-France-Airbus auf dem Flug von Rio nach Paris mit 228 Menschen an Bord über dem Atlantik ab? Nach knapp zwei Jahren Rätselraten ist endlich eine realistische Chance auf eine Antwort in Sicht. Ab dem 22. April soll die jüngste und letzte Bergungsaktion - diesmal im Auftrag des französischen Staates - endlich Klarheit bringen.

Bei der Suche nach der Ursache des Absturzes einer Air-France-Maschine über dem Atlantik vor knapp zwei Jahren haben die Ermittler auch den zweiten Flugschreiber geborgen. Der Rekorder für die Aufzeichnungen der Gespräche im Cockpit sei im Meer gefunden und an die Oberfläche geholt worden, teilte die französische Flugermittlungsbehörde BEA am Dienstagmorgen in Paris mit. Das Gerät ist laut BEA-Chef Jean-Paul Troadec in gutem Zustand.

Am Sonntag war es den Suchtrupps bereits gelungen, den Flugdatenschreiber aus 4000 Meter Tiefe zu bergen. Die Airbus-Maschine der Air France war am 1. Juni 2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro in Brasilien nach Paris verunglückt. Bei dem Absturz starben alle 228 Insassen des Flugzeugs, darunter 28 deutsche Passagiere.

Mit beiden Flugschreibern können die Ermittler nun hoffen, das Rätsel um den Absturz der Maschine zu lösen, sofern die Daten der Rekorder lesbar sind. Als ein Grund für das Unglück waren nach bisherigen Untersuchungen fehlerhafte Messungen der Geschwindigkeitssensoren ausgemacht, die möglicherweise in großer Höhe vereisten. Dies allein kann den Ermittlern zufolge den Absturz aber nicht erklären.

(apa/red)