Zweimal Dopen ist halt einmal zuviel:
Radprofi Pfannberger lebenslang gesperrt

Ex-Staatsmeister im März positiv auf EPO getestet Bereits von 2004 - 2006 zum Zuschauen verdammt

Der österreichische Radprofi Christian Pfannberger ist von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) als Doping-Wiederholungstäter zu einer lebenslänglichen Sperre verurteilt worden. Der 30-jährige Steirer war heuer zum zweiten Mal positiv getestet worden. Nach Testosteron im Jahr 2004, war es im März EPO, das dem dreimaligen Staatsmeister und WM-Achten von 2008 nachgewiesen wurde.

Zweimal Dopen ist halt einmal zuviel:
Radprofi Pfannberger lebenslang gesperrt © Bild: APA/Fohringer

Der in Mödling lebende gebürtige Steirer hat Doping stets bestritten und behält sich nach Angaben des Österreichischen Radsport-Verbandes eine Berufung gegen das Urteil der NADA-Rechtskommission vor. Üblicherweise informiert die NADA und nicht die Verbände über Urteile in Dopingfällen. "Es ist das, was wir erwartet haben, nachdem er zwei Mal erwischt wurde. Wir sind einer der Verbände, die den Kampf gegen Doping mit voller Kraft führen und mit dem Resultat deshalb zufrieden sind", kommentierte ÖRV-Vorstandsmitglied Herbert Kocher den Schuldspruch. Die verhängte Sanktion auf Lebenszeit ist die Höchststrafe für Dopingsünder, das Reglement sieht für Wiederholungstäter Sperren von acht Jahren bis lebenslang vor.

Pfannberger war nach Abbüßen seiner ersten Sperre von 2004 bis 2006 zum mit Abstand erfolgreichsten österreichischen Profi bei Eintagesrennen avanciert. Im Vorjahr und auch noch zu Beginn der heurigen Saison hatte er mit Spitzenplätzen bei hochkarätigen Eintagesrennen aufhorchen lassen. Spitzenresultate bei den Frühjahrsklassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich (5.) und Amstel Gold Race (6.) sowie Rang acht im WM-Rennen im Vorjahr hatten im durch zahlreiche Dopingskandale gebeutelten Radsport angebrachte Skepsis hervorgerufen.

"Da ich definitiv nichts Verbotenes zu mir genommen habe, werde ich alle mir zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel in Anspruch nehmen, um dies zu beweisen", hatte Pfannberger nach Bekanntwerden der zweiten positiven Dopingprobe im Mai verlautbart.
(apa/red)