Zwei NATO-Soldaten in Afghanistan getötet:
Versteckte Bombe riss Kanadier in den Tod

Neues Selbstmordattentat hingegen fehlgeschlagen Heuer schon 5.800 Tote durch Kämpfe in Afghanistan

Zwei NATO-Soldaten in Afghanistan getötet:
Versteckte Bombe riss Kanadier in den Tod

Bei einem Gefecht im Süden Afghanistans sind zwei kanadische Soldaten und ihr afghanischer Übersetzer getötet worden. Neben ihrem Fahrzeug war eine am Straßenrand versteckte Bombe explodiert, wie die Behörden mitteilten. Dabei wurden zudem drei weitere kanadische Soldaten verwundet.

Die kanadischen und afghanischen Soldaten lieferten sich in der Provinz Kandahar ein Gefecht mit Aufständischen, bei dem mindestens 20 militante Islamisten getötet wurden, wie der Polizeichef der Provinz, Sayed Agha Sakeb, mitteilte.

In der ebenfalls im Süden Afghanistans gelegenen Provinz Helmand griff ein Selbstmordattentäter eine NATO-Patrouille an. Es entstand aber nur Schaden an einem Fahrzeug, von den Soldaten wurde niemand verletzt. Tags zuvor war im Osten Afghanistans ein NATO-Soldat verwundet worden, als sich ein Selbstmordattentäter in seiner Nähe in die Luft sprengte.

Bei den Kämpfen im Süden Afghanistans wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 50 Taliban-Kämpfer getötet, der Polizeichef von Kandahar sprach von von rund hundert Toten und Verletzten. Allein bei einer Offensive gegen den Waffenschmuggel in der Provinz Helmand haben US-geführte Truppen mindestens 23 Taliban-Kämpfer getötet. Elf Waffenschmuggler seien festgenommen worden, hieß es. Ein offenbar mit Waffen voll beladener Lastwagen explodierte. In der Provinz Sabul wurden elf Taliban getötet, die eine Polizeipatrouille angegriffen hatten. In der westlichen Provinz Ghor kamen mindestens vier afghanische Polizisten bei einem Angriff ums Leben, wie es hieß.

Die Kämpfe in Afghanistan sind in diesem Jahr die verlustreichsten seit dem Sturz der Taliban durch US-Truppen 2001. Mehr als 5.800 Menschen wurden getötet, die meisten darunter waren Aufständische. (apa/red)