Zwei sehr heiße Eisen: Wie Raidl und Eder Österreichs zweitgrößten Konzern schmieden

NEWS: Raidl ordnete sich voestalpine-General unter PLUS: Böhler-Uddeholm und Voest im Zahlen-Check

Stahlharte Zwillinge: Wie Claus Raidl und Wolfgang Eder Österreichs zweitgrößten Konzern schmieden. Böhler-Boss Raidl ordnet sich voestalpine-General Eder unter.

Auf den Titel Generaldirektor muss Claus Raidl, 64, künftig verzichten. Diesen Preis zahlt der Chef von Böhler-Uddeholm, der als einer der besten Generaldirektoren des Landes seinen Edelstahlkonzern an die Weltspitze geführt hat, allerdings gerne. "Titel sind mir nicht wichtig", unterstreicht Raidl im NEWS-Gespräch. Tatsächlich hat sich der smarte Unternehmenslenker mit dem Verkauf von Böhler an die voestalpine mehr Freiheit erkauft, als er sie jemals zuvor genossen hat.

Zwar wird Raidl künftig als einfaches Vorstandsmitglied der voestalpine fungieren, aber de facto neben und nicht unter dem um neun Jahre jüngeren Voest-General Wolfgang Eder, 55.

Mehr Macht
Raidl wird die Geschicke von Böhler-Uddeholm als größte Division der voestalpine weiter von Wien aus lenken, während Eder den Gesamtkonzern von Linz aus steuert. Tatsächlich werden sich die beiden erfolgreichen Wirtschaftskapitäne im Tagesgeschäft kaum in die Quere kommen, denn Böhler und Voest bedeuten, obschon beide in der Stahlbranche, zwei unterschiedliche Branchen. Die Stahlallianz, die Raidl und Eder zu Zwillingen zusammengeschmiedet hat, bedeutet für beide mehr Macht und Freiheit. Die voestalpine steigt mit Böhler zum zweitgrößten Konzern des Landes auf, der gemeinsam über zehn Milliarden Euro Umsatz und über eine Milliarde Euro Gewinn auf die Waagschale bringt. Um den sagenhaften Erfolgskurs von Böhler nicht zu gefährden, wird Eder seinem künftigen Vorstandskollegen so wenig wie möglich dreinreden.

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