Zwei A3-Seiten: Innsbrucker Listenvielfalt macht einen Riesen-Stimmzettel notwendig!

11 Listen mit hunderten Kandidaten für 40 Mandate Keine Direktwahl des Innsbrucker Bürgermeisters

Auf die 84.482 Wahlberechtigten bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl kommt am 23. April ein überdimensionaler Stimmzettel zu. Er hat das Format von zwei "A3"-Seiten, um genügend Platz für die elf Listen zu haben. Fünf Gruppierungen davon nützen die Möglichkeit, jeweils bis zu 80 Kandidaten anzuführen. Zu vergeben sind 40 Mandate.

Die Stimmabgabe ist grundsätzlich bei jener Sprengelwahlbehörde möglich, in deren Wählerverzeichnis der oder die Wahlberechtigte eingetragen ist. Das Wahlrecht ist persönlich auszuüben. Blinde oder schwer sehbehinderte Wähler können von der Wahlbehörde eine Stimmzettel-Schablone anfordern. Körper- und sinnesbehinderte Wähler dürfen sich von einer Person, die sie selbst auswählen können und gegenüber dem Wahlleiter bestätigen müssen, bei der Wahlhandlung helfen lassen.

Keine Direktwahl des Bürgermeisters
Der Wähler kann die im amtlichen Stimmzettel enthaltene Reihung der Wahlwerber eines von ihm zu wählenden Wahlvorschlages teilweise oder ganz abändern, indem er neben den Namen der einzelnen Wahlwerber Ziffern setzt. Durch die Beisetzung der Ziffern 1,2,3 usw. können Reihungen durchgeführt werden. Eine Direktwahl des Bürgermeisters ist nicht möglich.

Auch EU-Ausländer wahlberechtigt
Wahlberechtigt ist jeder österreichische und, sofern ein schriftlicher Antrag auf Aufnahme in die Gemeindewählerevidenz für sonstige Unionsbürger gestellt wurde, sonstige Bürger der Europäischen Union, der in der Stadtgemeinde seinen Hauptwohnsitz hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und spätestens am Tag der Wahl das 18. Lebensjahr vollendet hat. 472 Unionsbürger ließen sich in das Wählerverzeichnis eintragen. (APA/red)