Zuwanderung in Österreich unverändert hoch: Jährlich über 50.000 neue Bürger

Ausländeranteil liegt nun bei knapp zehn Prozent Einwohnerzahl stieg auf rund 8,26 Millionen an

Die Zuwanderung nach Österreich ist unverändert hoch. Während 2002 und 2003 jährlich 36.000 Personen mehr nach Österreich kamen als das Land verließen, stieg die Netto-Zuwanderung laut Statistik Austria in den beiden Jahren auf jeweils knapp über 50.000 Personen. Insgesamt betrug der Zuzug 119.083 Menschen, der Abgang 68.828 Personen. Die Einwohnerzahl stieg auf rund 8,26 Millionen.

Während die Zuwanderung in der zweiten Hälfte der 90er Jahre noch eher bescheiden war, ist sie ab dem Jahr 2001 deutlich angestiegen. 1996 waren noch weniger als 3.900 Menschen mehr nach Österreich zu- als abgewandert. 1999 lag die Netto-Zuwanderung bereits bei knapp 20.000 Personen. Nach einem leichten Absinken im Jahr 2000, wurde in den Folgejahren ein deutlicher Anstieg auf über 30.000 registriert.

Die Staatsangehörigkeit der Zuwanderer unterstreicht die Verflechtungen mit den anderen EU-Staaten sowie die Bedeutung der Zuwanderung aus Südosteuropa. So betrug der Wanderungssaldo mit der EU 20.465 Personen, davon allein mit Deutschland 9.414 Personen, gefolgt von Polen (4.575), der Slowakei (1.792) und Ungarn (1.305). Sowohl aus dem ehemaligen Jugoslawien (11.383; ohne Slowenien) als auch aus der Türkei (5.038) stagnierte die Zuwanderung auf hohem Niveau. Der Wanderungsüberschuss mit Afrika ging auf 2.230 Personen zurück. Aus Asien kamen 5.332 Personen. Fast die Hälfte der Zuwanderer ließen sich in Wien nieder.

Der Ausländeranteil in Österreich liegt somit bei knapp zehn Prozent. Mit Jahresbeginn 2006 hatten 814.065 ausländische Staatsangehörige ihren Hauptwohnsitz in Österreich. Die größte Ausländergruppe bildeten Bürger aus Serbien/Montenegro (139.076), gefolgt von Türken (113.635) und deutschen Staatsangehörigen, die mit 104.410 erstmals die 100.000er-Marke überschritten haben.

(apa)